• Font size:
  • Decrease
  • Reset
  • Increase

Arbeitsmarkt: Viele Neuanstellungen sind befristet

Region. Vier von zehn Neueinstellungen sind in Deutschland befristet. Die Linke spricht von einer "arbeitsmarktpolitischen Zeitbombe" und verlangt, dass sachgrundlose Befristungen verboten werden. In Deutschland sind branchenübergreifend rund 40 Prozent aller Neueinstellungen befristet. Im 3. Quartal 2019 waren es sogar 42,6 Prozent, wie aus der Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, über die mehrere Nachrichtenagenturen berichten. Zuerst hatte die "Neue Osnabrücker Zeitung" darüber informiert. Von befristeten Verträgen sehr stark betroffene Branchen sind demnach unter anderem der Kraftfahrzeugbau (62,5 Prozent), der Kunst- und Unterhaltungsbereich (63,9 Prozent) sowie Erziehung und Unterricht (66,1 Prozent).

 

Keine Verschlechterung oder Kündigung bei Azubis wegen Corona

Region. Die Corona-Krise trifft jetzt auch die duale Berufsausbildung. Derzeit werden vermehrt Auszubildende in Betrieben einfach nach Hause geschickt. Erste notleidende Betriebe haben damit gedroht, ihren Auszubildenden zu kündigen oder sogar Kündigungen ausgesprochen. Zusätzlich hat ein Vorstoß aus der Wirtschaft für Verunsicherung gesorgt. Der Zentralverband des Handwerks (ZDH) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordern, dass Betriebe für Azubis vom ersten Tag an Kurzarbeitergeld beantragen können.

Grundsicherung hilft durch die Krise

Region. In der Corona-Krise verdienen viele Menschen weniger als zuvor – so etwa Kurzarbeiter, Solo-Selbständige ohne Aufträge. Viele von ihnen haben möglicherweise Anspruch aus Leistungen der Grundsicherung, die die Jobcenter auszahlen. Das neue Sozialschutzpaket erleichtert den Zugang zu den Leistungen. Ansprechpartner ist das Jobcenter vor Ort. Einen Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung haben Menschen, die ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln nicht oder nicht vollständig sichern können. Aufgrund der Krise sind einige Regelungen geändert werden: Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, darf Erspartes in den ersten sechs Monaten behalten. Erst danach greifen wieder die bislang geltenden Regelungen für den Einsatz von eigenem Vermögen.

Erntehelfer-Stellen auch für Kurzarbeiter: Mithilfe auf dem Acker dringend erwünscht

Region. Während die Zahl der Arbeitnehmer in Kurzarbeit steigt, suchen Landwirte nach Helferinnen und Helfer – bis zum Herbst werden insgesamt 40.000 in Niedersachsen benötigt. Die Bundesregierung hat für Kurzarbeiter kurzfristig eine gesetzliche Möglichkeit geschaffen, damit sie in Branchen arbeiten dürfen, die für die Versorgung der Bevölkerung wichtig sind. Bis vor kurzem galt: Wer während der Kurzarbeit eine neue Beschäftigung aufnimmt, verliert den Anspruch auf das Kurzarbeitergeld. „Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter können jetzt in der Landwirtschaft hinzuverdienen bis zur Höhe ihres ursprünglichen Lohnes“, sagt Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven.

Betriebe können sich auf Unterstützung der Bevölkerung bei der Ernte verlassen

spargelfeld

Oldenburg. Großartige Hilfsbereitschaft der Bevölkerung: Rund 1.000 Personen haben sich in den vergangenen Tagen bereits als Erntehelfer auf www.agrarjobboerse.de eingetragen. Hintergrund ist, dass Saisonkräfte aus Osteuropa im Zuge des Kampfes gegen die schnelle Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 (Coronavirus) nicht einreisen dürfen. Somit fehlen den landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betrieben in Niedersachsen Erntehelfer.

Jade-Weser-Zeitung.de

Folge uns auf

facebookFollow JWZeitung on Twitter

Style Sitting

Fonts

Layouts

Direction

Template Widths

px  %

px  %