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Jobcenter des Landkreises Friesland als Experte in Berlin gefragt

jobcenterFriesland. Eigentlich sollte das Thema der Gleichstellung von Frauen und Männern in der heutigen Zeit selbstverständlich sein. In vielen Jobcentern im gesamten Bundesgebiet spiegelt sich die mangelnde Chancengleichheit jedoch deutlich wider. So konnte bundesweit im Jahr 2017 knapp jeder dritte Mann, der Leistungen vom Jobcenter bezog, wieder in Arbeit gebracht werden – aber nur jede fünfte Frau. Anders in Friesland. Hier sind die Erfolge bei Frauen und Männern mit Blick auf die Vermittlung in Arbeit nahezu identisch. Im Vergleich aller Jobcenter in Niedersachsen weist Friesland die zweithöchsten Vermittlungszahlen von Frauen in versicherungspflichtige Arbeit auf. Gleiches gilt für die knapp 600 Alleinerziehenden, die vom Jobcenter betreut werden.

Aufgrund der sehr guten Ergebnisse wurden Andreas Bruns (Leiter des Jobcenters Friesland) und Wencke Burkhardt (stellvertretende Leiterin) vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales nach Berlin eingeladen. Bei einem Erfahrungsaustausch bestand von den Vertretern des Bundesministeriums ein hohes Interesse an den möglichen Gründen, die zu den Erfolgen beigetragen haben. Was unterscheidet die Arbeit des Jobcenters in Friesland von der Arbeit anderer Jobcenter im Umgang mit Frauen und Gleichstellung?

Hier konnten Andreas Bruns und Wencke Burkhardt vielfältige Gründe und Beispiele aus der Praxis beschreiben. Angefangen bei der Organisationsform als Jobcenter in kommunaler Trägerschaft, was die Vernetzung zu ergänzenden Leistungen wie der Vermittlung von Kinderbetreuungsangeboten vereinfacht, bis hin zu enger Betreuung und intensiver Beratung von Frauen in und nach der Elternzeit, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu stärken. Auch besteht unter Arbeitgebern der Region eine hohe Akzeptanz, Frauen bei der Stellenbesetzung gleichermaßen zu berücksichtigen.

„Dieser Erfolg zeigt einmal mehr, dass die damalige Entscheidung des Landkreises Friesland für ein Jobcenter in kommunaler Trägerschaft richtig war. Wir können wesentlich flexibler reagieren und sind sehr nahe an den Kunden“, macht Frieslands Landrat Sven Ambrosy deutlich. „Die Einladung des Ministeriums stellt eine besondere Wertschätzung der täglichen Arbeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der weiteren wichtigen Akteure im Landkreis Friesland dar“- ergänzt Andreas Bruns.

Der Verbesserung der Chancen von Frauen bei der Vermittlung in Arbeit wird auch weiterhin eine hohe Bedeutung im Jobcenter des Landkreises Friesland zukommen.

Jade-Weser-Zeitung.de

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