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Zahl der Arbeitslosen ist vor den Ferien nochmals gesunken

job zeichenRegion. Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit OldenburgWilhelmshaven um 1,6 Prozent zurückgegangen. Damit liegt die Zahl um 370 Personen niedriger als im Mai. 22.392 Frauen und Männer waren bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur und der Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das sind 1.260 oder 5,3 Prozent weniger als im Juni des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen, liegt aktuell bei 5,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote im Agenturbezirk 5,8 Prozent.



„Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni erneut gesunken“, sagt Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Die Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten ist erwartungsgemäß leicht angestiegen, weil nicht alle Auszubildenden nach ihrer Abschlussprüfung vom Betrieb übernommen werden. Sie melden sich dann zunächst arbeitslos und haben gute Chancen, mit entsprechenden Bewerbungen rasch eine Arbeitsstelle zu finden.“ Als positives Signal wertet Müller die Zahl der neu gemeldeten Stellen: „Knapp 1.900 Arbeitsstellen haben uns die Arbeitgeber der Region im Juni gemeldet. Auch angesichts der nahen Ferienzeit ist das ein gutes Signal, die Unternehmen wollen sich mit neuen Beschäftigten verstärken.“

Mit Blick auf den Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der Region um gut 5.700 Personen betont er: „In nahezu allen Wirtschaftsbereichen haben die Unternehmen Beschäftigung aufgebaut, neben Bau und Gesundheit gab es auch bei Information/Kommunikation mit zusätzlichen gut 700 und dem Verarbeitende Gewerbe mit gut 800 Beschäftigten ein kräftiges Wachstum.“

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stieg im Bezirk der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven weiter an: Nach den jüngsten Daten vom 31. Dezember 2018 waren es 274.960 Beschäftigte, 5.713 oder 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen Rückgang um 0,4 Prozent (-79 Beschäftigte) verzeichnete die Stadt Delmenhorst. In der Stadt Wilhelmshaven betrug der Anstieg der Beschäftigten-Zahlen 1,5 Prozent (440). Dem Agentur-Durchschnitt von 2,1 Prozent (883) entspricht der Zuwachs im Ammerland. Leicht über dem Durchschnitt liegen mit 2,2 Prozent die Wesermarsch (649) und der Landkreis Friesland (623). Um 2,7 Prozent wuchs die BeschäftigtenZahl in Stadt und Landkreis Oldenburg (2.232 bzw. 965). Die höchste Beschäftigten-Zahl meldet die Stadt Oldenburg mit 84.918 Personen.


Entwicklung nach Rechtskreisen

Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur (Sozialgesetzbuch III / Arbeitslosengeld I) waren im Monat Juni 7.157 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das sind 61 Personen oder 0,8 Prozent weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr ist hier die Arbeitslosigkeit um 606 Personen bzw. 7,8 Prozent gesunken. Die Jobcenter betreuen Menschen in der steuerfinanzierten Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II (Auszahlung von Arbeitslosengeld II). In den sieben Jobcentern des Agenturbezirks ist die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 309 oder 2,0 Prozent auf 15.235 Personen zurückgegangen. Hier waren 654 Personen bzw. 4,1 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Juni des Vorjahres.


Entwicklung nach Personengruppen

Während die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer um 299 oder 2,4 Prozent sank, waren es bei den Frauen 71 Arbeitslose weniger und damit ein Rückgang um 0,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre stieg um 14 Personen bzw. 0,7 Prozent. Im Vorjahresvergleich zeigt sich eine positive Entwicklung, der aktuelle Wert ist um 229 Personen bzw. 9,9 Prozent niedriger. Der Grund für den Anstieg im Juni ist die Arbeitslosmeldung von jungen Leuten, die nach der Abschlussprüfung von ihrem Ausbildungsbetrieb keinen Arbeitsvertrag erhielten.


Arbeitslosigkeit von Geflüchteten

Im aktuellen Monat waren 2.234 (-143) Geflüchtete im Agenturbezirk bei den Jobcentern bzw. der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Das sind 10,0 Prozent aller Arbeitslosen im Agenturbezirk.

Gleichzeitig stieg die Zahl der ausschließlich arbeitssuchend Gemeldeten um 89 auf 3.616 Personen: Sie befanden sich in Integrationskursen, Qualifizierungsmaßnahmen bzw. Arbeitsgelegenheiten oder waren mit geringer Stundenzahl erwerbstätig und suchten zugleich eine Stelle. Geflüchtete machen 13,8 Prozent der Arbeitsuchenden aus.


Offene Stellen

Im Juni meldeten die Arbeitgeber im Agenturbezirk 1.880 freie Stellen neu zur Besetzung, das sind 354 oder 23,2 Prozent mehr als im Vormonat und 70 Stellen bzw. 3,6 Prozent weniger als im Juni letzten Jahres. Aktuell sind 7.718 offene Stellen im Bestand, 526 oder 7,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit 901 freien Stellen war das Gesundheits- und Sozialwesen Ende Juni wiederum der Wirtschaftsbereich mit dem höchsten Bestand, der nun um 18 Stellen höher lag als im Mai. Mit erheblichem Abstand folgt das Baugewerbe, das ebenfalls mehr freie Stellen meldete, mit einem Plus von 11 gegenüber dem Vormonat waren es 648. Im Verarbeitenden Gewerbe waren 530 (-48 Stellen) offene Stellen zu besetzen. Auf dem Vormonatsstand von 503 war die Zahl zu besetzender Stellen in Verkehr und Lagerei. Um 18 stieg der Stellenbestand im Einzelhandel, Ende Juni waren es somit 449. Im Gastgewerbe werden 427 Stellen gemeldet (-6).


Unterbeschäftigung

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl werden monatlich die Angaben zur Unterbeschäftigung veröffentlicht. Dazu zählen die Arbeitslosen sowie Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber zurzeit ohne Beschäftigung sind, so etwa Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Fortbildungsmaßnahmen2 und in Integrationskursen sowie Frauen und Männer, die in einer Arbeitsgelegenheit („EinEuro-Job“) tätig sind, ferner Beschäftigte, die nach dem Teilhabechancengesetz in einem geförderten Beschäftigungsverhältnis stehen. Die Unterbeschäftigung umfasste im Juni nach vorläufigen Angaben 33.474 Frauen und Männer. Das sind 335 Personen oder 1,0 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt der Wert um 4,1 Prozent bzw. 1.446 Personen niedriger. Der Anteil der Arbeitslosen an den Unterbeschäftigten beträgt 66,9 Prozent; im Vormonat waren es 67,3 Prozent. Vor einem Jahr waren es 67,7 Prozent. Die Unterbeschäftigungsquote liegt aktuell bei 7,9 Prozent, vor einem Jahr betrug die Quote 8,4 Prozent.


Ausbildungsmarkt

Seit Oktober 2018 hat der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit OldenburgWilhelmshaven 5.119 Ausbildungsstellen bei den Arbeitgebern der Region eingeworben. Das sind 0,3 Prozent oder 17 Stellen weniger als im Vorjahr. 2.321 Stellen sind noch unbesetzt, das sind 5,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Um 7,7 Prozent oder 483 Personen niedriger als vor einem Jahr liegt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die bei der Arbeitsagentur gemeldet sind: 5.762 junge Leute lassen sich bislang bereits von der Berufsberatung bei ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen. Davon haben 2.444 noch keinen Vertrag abschließen können. 1.008 Bewerberinnen und Bewerber, das sind 17,5 Prozent, haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Gut die Hälfte aller Bewerberinnen und Bewerber hat gerade den Schulabschluss erworben. „Wer im Herbst seine Ausbildung beginnen will und noch keinen Vertrag abschließen konnte, sollte sich die Unterstützung der Berufsberatung sichern“, sagt Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Die Beraterinnen und Berater helfen dabei herauszufinden, wie es noch klappt. Es kann an der Suchstrategie liegen, an den Bewerbungsunterlagen, an Unsicherheiten im Vorstellungsgespräch. Gemeinsam mit den Experten finden die Jugendlichen einen erfolgversprechenden Weg.“ Er betont: „Aktuell gibt es in vielen Berufen noch freie Lehrstellen, in einigen Fällen sind Kandidaten nach der Vertragsunterzeichnung wieder abgesprungen.“ Zu den Berufen, in denen es im Agenturbezirk aktuell noch zahlriche freie Stellen gibt, gehört Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk – Bäckerei (79), Fachkraft für Lagerlogistik (75), Berufskraftfahrer/in (73), Friseur/in (64) und Restaurantfachmann/frau (56). Junge Leute können unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 einen Gesprächstermin mit der Berufsberatung vereinbaren. Wer es sehr eilig mit der Ausbildungsplatzsuche hat, kann donnerstags zwischen 14 und 18 Uhr ohne Termin und Anmeldung zur offenen Sprechstunde der Berufsberatung ins Berufsinformationszentrum (BiZ) Oldenburg kommen. Ihre offenen Ausbildungsstellen können Arbeitgeber unter der kostenlosen Rufnummer 0800 4 5555 20 beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern melden.

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