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Norddeutsche Reeder im Aufwind

Region. Bei den norddeutschen Reedern hat sich die Geschäftsstimmung deutlich aufgehellt. Dies zeigt die Konjunkturumfrage der IHK Nord im Frühjahr 2017. Dagegen hat sich das Geschäftsklima beim Schiffbau und in der Hafenwirtschaft im Vergleich zum Herbst 2016 eingetrübt. Der Konjunkturindex bei den Reedern klettert von 84,9 auf 113,9 Punkte. Sie beurteilen ihre Lage besser als in den vergangenen Jahren, so dass auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate gestiegen sind. Dr. Wolfgang Blank, Vorsitzender der IHK Nord, betonte: „Seit acht Jahren steckt die Branche aufgrund von Überkapazitäten beim Schiffsraum in der Krise. Doch trotz weiterhin negativer Auswirkungen der Schifffahrtskrise dürfte insbesondere die zum Teil spürbare Erholung bei den Charter- und Frachtraten die allgemeine Stimmung positiv beeinflusst haben. Dennoch bleibt abzuwarten, ob es sich hier nur um eine kurze Entspannung oder um eine echte Trendwende handelt.“

 

Nach dem Brexit: Fischer fürchten um Fanggründe

krabbenkutter

Region. Die deutschen Fischer warnen vor den Folgen des Brexits. Nach den Ankündigungen aus London sind traditionell gemeinsam genutzte Fanggebiete in der Nordsee und im Nordostatlantik in Gefahr. Für die Fischer geht es vor allem um Hering, Makrele und den Blauen Wittling. Betroffen sind aber auch Krabbenfischer, die unter deutscher Flagge vor der britischen Küste fischen. Außerdem verkleinern sich die Fanggebiete im Falle des Verlustes der britischen Gewässer insgesamt und damit steigt der Konkurrenzkampf in den verbleibenden Gebieten. Claus Ubl vom Deutschen Fischerei-Verband erklärt die etwas unübersichtliche Situation.

Kernbrennstoffsteuergesetz mit dem Grundgesetz unvereinbar und nichtig

Region. Außerhalb der durch das Grundgesetz vorgegebenen Kompetenzordnung haben Bund und Länder kein Steuererfindungsrecht. Da sich die Kernbrennstoffsteuer nicht dem Typus der Verbrauchsteuer im Sinne des Art. 106 GG zuordnen lässt, fehlte dem Bundesgesetzgeber die Gesetzgebungskompetenz für den Erlass des Kernbrennstoffsteuergesetzes (KernbrStG). Dies hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts mit heute veröffentlichtem Beschluss entschieden und das Kernbrennstoffsteuergesetz rückwirkend für nichtig erklärt. Die Richter Huber und Müller haben ein gemeinsames Sondervotum zu dem Beschluss abgegeben. Beide stimmen der Senatsmehrheit zwar im Ergebnis, nicht aber in der Begründung zu.

Kommentar - Die Inklusion hakt an allen Ecken und Kanten

Kommentar. Nach vier Jahren wird Bilanz gezogen. Ernüchternd. Die Inklusion hakt an allen Ecken und Kanten. In absoluten Zahlen besuchen immer noch genau so viele Kinder eine Förderschule wie vor der Inklusion. Grund hierfür ist die Umsetzung vor Ort in den Schulen. Die Eltern sind skeptisch und kennen die Probleme, vor denen die Lehrkräfte stehen. Auf dem Papier hört es sich ganz toll an, aber in der Realität werden oft Inklusionsschüler aus dem Unterricht von pädagogischen Kräften heraus gezogen, um mit ihnen in Ruhe in gesonderten Räumen zu arbeiten. So betrügt sich das System selbst. Viele Schulklassen stehen vor dem Problem, dass nur eine Lehrkraft zur Verfügung steht, die sich vermehrt mit den Inklusionsschülern beschäftigen muss, während die anderen sich in Stillarbeitsphasen beschäftigen. Eine ausgebildete Fachkraft für Inklusionsschüler? Fehlanzeige. Die niedersächsischen Schulen haben ja nicht einmal genug Lehrkräfte für den normalen Schulunterricht. Aber was tun? Die Eltern fordern, dass Lehrer auf die Straße gehen und dafür protestieren, dass sich etwas in dem Inklusionsmodell ändert. Doch Lehrer sind Beamte und haben nur eingeschränkte Möglichkeiten. Kein Arbeitgeber lässt sich gerne von seinem Angestellten sagen, dass er Mist gebaut hat. Hier sind tatsächlich die Eltern gefragt, die deutlich darauf hinweisen müssen, dass die hakelige Inklusion so nicht weiter gehen darf. (Jesco von Moorhausen)

Inklusion - Die Qualität stimmt noch lange nicht

Region. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. und die Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V., begrüßen die Anstrengungen des Landes zur schulischen Inklusion. „Das geht im Grundsatz in die richtige Richtung“, sagt Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Landesverbands. „Aber die Qualität stimmt noch lange nicht.“ Holger Stolz, Geschäftsführer der Lebenshilfe, ergänzt: „Da ist noch jede Menge Luft nach oben.“

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