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Eiermarkt: Preise werden bis Ostern leicht steigen

eierOldenburg. Die Deutschen essen wieder mehr Eier. Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit Hinweis auf vorläufigen Zahlen der Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) mitteilt, stieg der Pro-Kopf-Verbrauch 2018 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Eier und beträgt jetzt 235 Stück. Als Gründe für die Zunahme nennt die Kammer einen gestiegenen klassischen Konsum zum Beispiel als Frühstücksei, aber auch einen stärkeren Außer-Haus-Verzehr etwa in Kantinen und Restaurants. Hinzu komme die stetige Nachfrage nach vegetarischen Produkten, für deren Herstellung viele Eier genutzt würden.

Die hohe Nachfrage konnte durch eine leicht erhöhte Eierproduktion nicht kompensiert werden. Entsprechend sank der Selbstversorgungsgrad im vergangenen Jahr gegenüber 2017 um gut ein Prozent auf rund 68 Prozent. Aktuell steht der lebhaften Nachfrage ein insgesamt ausreichendes Angebot gegenüber. Der Markt ist mit Eiern aus Biohaltungen ausreichend versorgt, dagegen ist Ware aus Freilandhaltung knapp.

Die Fachleute der Landwirtschaftskammer erwarten bis Ostern eine weiter zunehmende Nachfrage. Schon heute bereiten sich die Packstellen auf die Belieferung der Färbeindustrie vor. Außerdem steigt in der Osterzeit der private Konsum. Deshalb rechnet die Kammer bis zum Osterfest mit leicht steigenden Eierpreisen auf weiterhin verbraucherfreundlichem Niveau.

Damit würde die Schwächephase auf dem Eiermarkt, die in den ersten Wochen des neuen Jahres beobachtet wurde, wieder ausgeglichen. Ein Rückgang der Eierpreise nach dem Jahreswechsel ist ein jährlich wiederkehrendes Phänomen. Eine Ursache dafür ist, dass nach den Festtagen in privaten Haushalten weniger gebacken wird. Als Folge des schwächelnden Marktes senkten Discounter wie Lidl und Aldi die Preise für Eier aus Bodenhaltung um zehn Cent auf 1,19 Euro je zehn Stück. Zehn Eier aus Freilandhaltung kosten aktuell 1,59 Euro.

Schätzungen zufolge wurden 2018 mehr Eier produziert als im Vorjahr. Am Ende waren es bundesweit 13,5 Milliarden Konsumeier, die als Schaleneier oder in verarbeiteter Form, zum Beispiel in Gebäck oder Nudeln, auf den Tisch des Verbrauchers gelangten. Der Anteil Niedersachsens an der deutschen Eierproduktion belief sich zuletzt auf gut 39 Prozent. Damit bleibt Niedersachsen der größte Eierproduzent in Deutschland.

Laut Statistischem Bundesamt gab es Ende November 2018 bundesweit knapp 1.850 Betriebe mit mehr als 3.000 Legehennen. Das waren 66 Betriebe mehr als vor einem Jahr. In Niedersachsen stieg die Zahl um 38 auf 623 Betriebe. Die größten Zuwächse gab es bei der Freiland- und Biohaltung. Auch für 2019 werden zahlreiche Stallbauten einschließlich der Errichtung von Mobilställen erwartet.

 

Jade-Weser-Zeitung.de

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