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Wirkstoff „Ajmalin“ in weiteren Fällen nachgewiesen

Stuhr/Bookholzberg. Im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen gegen den ehemaligen Krankenpfleger Niels H. haben Sonderkommission Kardio und Staatsanwaltschaft Oldenburg weitere Exhumierungen durchgeführt. Nach der Öffnung von weiteren Gräbern auf Friedhöfen in den Gemeinden Stuhr und Bookholzberg liegen nun die toxikologischen Untersuchungsergebnisse vor. Danach hat sich in weiteren Fällen der dringende Verdacht ergeben, dass Niels H. ehemalige Patienten des Klinikums Delmenhorst durch die nicht indizierte Vergabe des Wirkstoffs Ajmalin getötet hat.


Die Untersuchungen erstreckten sich Ende des Jahres 2015 auf die Friedhöfe Heiligenrode, Brinkum, Alt-Stuhr und Moordeich in der Gemeinde Stuhr, sowie auf den Friedhof Bookholzberg.
Der Wirkstoff Ajmalin konnte in weiteren Fällen nachgewiesen werden, obwohl die Personen nicht mit einem entsprechenden Medikament behandelt wurden. Die Angehörigen der Verstorbenen sind über die Ergebnisse bereits informiert worden.


Insgesamt sind damit nun 63 ehemalige Patienten des Klinikums Delmenhorst exhumiert worden. Der Wirkstoff Ajmalin wurde in 21 Fällen nachgewiesen.
Polizeidirektion Oldenburg und Staatsanwaltschaft werden die Exhumierungen auf weiteren Friedhöfen fortsetzen.

Jade-Weser-Zeitung.de

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