Weitere Hilfen für landwirtschaftliche Betriebe

Hannover. Die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag legt in der Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe weiter nach: Nach der Forderung einer gemeinsamen Vermarktungsplattform von Molkereien hat die Fraktion nun einen Antrag an die Landesregierung gestellt, ein landeseigenes Bürgschaftsprogramm zur Rettung der Liquidität auf den Höfen aufzulegen. Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler begründet dieses geforderte Programm, dass besonders flächenarmen Betriebe, die es auch in der Wesermarsch und im Ammerland gibt, helfen soll: „Die gravierende landwirtschaftliche Marktkrise trifft viele Familienbetriebe ohne eigenes Verschulden. Sie müssen die Konsequenzen politischer Entscheidungen tragen.“ Das derzeitige Preistief lässt sich mit einem weltweiten Nachfragerückgang und Marktversagen im Inland begründen.


Betriebe mit geringer Fläche oder Betriebe, die kürzlich einen größeren Investitionsschritt gewagt haben, sind besonders betroffen, da in den aktuellen Programmkrediten reine Liquiditätsfinanzierungen nicht verbürgt werden. „Die Landesregierung hat hier ganz konkret die Möglichkeit, schnell und unbürokratisch zu handeln“, fordert Thümler. „Durch die Auflage eines Bürgschaftsprogramms für Liquiditätshilfen kann sie zeigen, dass ihr tatsächlich an der Existenzsicherung unserer Familienbetriebe gelegen ist.“
Derweil bekommt die Initiative der CDU-Fraktion für eine Gründung einer Milchabsatzplattform Unterstützung vom Deutschen Bauernverband (DBV). „Um bessere Milchpreise im Markt zu erzielen, benötigen wir neue Konzepte, mit denen unsere Molkereien ihre Verhandlungsposition gegenüber den Konzernen des Lebensmitteleinzelhandels stärken können“, äußerte DBV-Milchbauernpräsident Udo Folgart. Der DBV fordert daher die deutschen Molkereien dazu auf, angesichts der politischen Initiative die Gestaltungsräume des Wettbewerbsrechts zu nutzen, um Kooperationen, Fusionen oder Kontorbildungen auf den Weg zu bringen.
„Die Landesregierung hat es nun in der Hand, den landwirtschaftlichen Akteuren in dieser schwierigen Phase unter die Arme zu greifen“, so Thümler.