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Nicht nach Lehrbuch: Wärmetransport über Nanometer-kleine Abstände

Oldenburg. Möglicherweise müssen Physiker künftig ihre Lehrbücher umschreiben – zumindest, was den Wärmetransport über extrem kleine Abstände im Vakuum betrifft. Dies legen die Ergebnisse von Experimenten eines Forscherteams um die Oldenburger Physiker Prof. Dr. Achim Kittel und Dr. Svend-Age Biehs nahe, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen sind. Ihre Arbeit führten die Oldenburger zusammen mit Kollegen von der Princeton University in New Jersey, USA, durch.

 

Wie Zellen den Zustand unserer Knochen steuern

Uwe Maus

Oldenburg. Der Einfluss von Zellaktivität auf die Knochengesundheit steht im Mittelpunkt der öffentlichen Antrittsvorlesung des Orthopäden und Unfallchirurgen Prof. Dr. Uwe Maus, außerplanmäßiger Professor an der Universität Oldenburg, am Dienstag, 21. Februar. Er referiert ab 18.00 Uhr im Schlauen Haus (Schlossplatz 16) über „Blasten, Klasten und Nekrosen – Osteologie in der Praxis“. Hinter Osteologie verbirgt sich die Lehre von Knochenerkrankungen und somit ein wissenschaftlicher Schwerpunkt des Mediziners Maus. Blasten (oder Osteoblasten) sind die knochenaufbauenden und Osteoklasten die knochenabbauenden Zellen, deren Zusammenspiel ein wichtiger Faktor für die Knochengesundheit ist. Eine Nekrose bedeutet das Absterben von Zellen; so handelt es sich bei einer Hüftkopfnekrose um eine gestörte Durchblutung des Hüftgelenks, die zu einem Einbruch des Hüftkopfes führen kann.

Wie weit reisen invasive Arten?

Oldenburg. Rund um den Globus werden immer mehr Pflanzen- und Tierarten durch Menschenhand in neue Regionen eingeschleppt. Die Muster der Ausbreitung waren bisher wenig verstanden. Ein Forscherteam der Universität Oldenburg, des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Frankfurt und der Universität Wien hat herausgefunden, dass sich die Ausbreitung von Arten mit einer Kombination von globalen Handelsströmen und der ursprünglichen Verteilung von Arten sehr gut erklären lässt. Anders als bisher angenommen, folgt die Ausbreitung nichtheimischer Arten grundsätzlich einfachen Gesetzen.

UGO-Preis für exzellente Forschung geht an den Physiker Svend-Age Biehs

physiker

Oldenburg. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis für exzellente Forschung der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) geht in diesem Jahr an den Physiker und Privatdozenten Dr. Svend-Age Biehs. Der 39-Jährige wird im Rahmen einer Feierstunde am 16. November für seine Arbeiten auf dem Gebiet des Strahlungswärmetransports im Nanobereich ausgezeichnet. Biehs studierte und promovierte am Institut für Physik der Universität Oldenburg. Für seine Dissertation, die durch Stipendien der Heinz-Neumüller-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert wurde, erhielt er 2008 den Weser-Ems-Wissenschaftspreis der OLB-Stiftung. Ein weiteres Stipendium der Deutschen Akademie der Wissenschaften führte ihn an das renommierte Institut d'Optique in Paris, wo er sich im Rahmen eines zweijährigen Forschungsaufenthaltes weiter mit dem Strahlungswärmetransport beschäftigte, der ihn schon als Student fasziniert hatte. Seine Habilitation erfolgte 2014 nach seiner Rückkehr nach Oldenburg.

Musizieren dämpft Aggressionen bei Kindern

Oldenburg. Regelmäßiges Musizieren dämpft offenbar Aggressionen bei Kindern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie eines Forscherteams um den Oldenburger Psychologen und Bildungswissenschaftler Dr. Ingo Roden, die die internationale Fachzeitschrift "Learning and Instruction" ("Lernen und Unterrichten") in ihrer aktuellen Ausgabe veröffentlicht hat. Ausgangspunkt für das Projekt der Wissenschaftler aus Oldenburg, Frankfurt am Main und Perth (Australien) war die Hypothese, schulbasierter Instrumentalunterricht könne aggressives Verhalten bei Kindern mindern und ihr Wohlbefinden steigern. Konkret analysierten sie aggressives Verhalten und Stresslevel unter anderem anhand psychologischer und physiologischer Faktoren wie Blutdruck und Speichelcortisol bei Sieben- bis Achtjährigen. Insgesamt bezogen sie 34 Schülerinnen und Schüler an sechs Grundschulen im Bundesgebiet ein: einerseits 14 Kinder, die anderthalb Jahre lang zusätzlich wöchentlichen Instrumentalunterricht erhielten, andererseits eine 20-köpfige Kontrollgruppe, die stattdessen einen vertieften naturwissenschaftlichen Unterricht erhielt.

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