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eam aus dem Forschungsinstitut Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven bringt neue Proteinanalytik in die Praxis

Wilhelmshaven/Oldenburg. Falsch deklarierte Waren, Fisch aus illegalem Fang – um die Vermarktung solcher Waren zum Wohle von Umwelt und Verbrauchern zu verhindern, sind effiziente Lebensmittelkontrollen nötig. Häufig sind diese aber teuer und aufwändig, wie beispielsweise Methoden, die Arten anhand des Erbmaterials, der DNA, identifizieren. Das Start-up Team ProTeomX bietet nun eine kostengünstige und schnelle Alternative als Dienstleistung an. Die Biologen Dr. Silke Laakmann, Dr. Stefanie Kaiser und Dr. Thomas Knebelsberger vom Deutschen Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung (DZMB, Forschungsinstitut Senckenberg am Meer) in Wilhelmshaven haben eine Methode weiterentwickelt, die es erlaubt, vielzellige Arten anhand von Proteinen zu bestimmen. Diese Idee überzeugte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Um die Methode praxistauglich zu machen, erhält das Team ab Mai ein EXIST-Gründerstipendium in Höhe von 155.000 Euro. Neben dem Gründungs- und Innovationszentrum der Universität Oldenburg betreut Prof. Dr. Pedro Martinez Arbizu, Leiter der Abteilung DZMB, das Team.

„Unser Verfahren spart Zeit und Kosten und erlaubt so eine wesentlich effizientere Kontrolle von Fischprodukten im Sinne des Verbraucherschutzes“, sagt Laakmann. Die in der Forschung bereits angewandte Methode basiert auf der Erkenntnis, dass sich Arten durch die Zusammensetzung ihrer Proteine eindeutig voneinander unterscheiden. Die Gründer nutzen die sogenannte „Matrix-assisted laser desoprtion/ionisation time-of-flight Massenspektrometrie“, mit der sie große Moleküle, wie Proteine, anhand ihrer Masse identifizieren können. Das Verfahren eignet sich nicht nur für die Lebensmittelüberwachung, sondern kann auch in der Forschung sowie im Naturschutz zum Einsatz kommen – vor allem, wenn eine Art nicht anhand ihrer äußeren Gestalt bestimmt werden kann. So können Experten die Methode nutzen, um Jungstadien wie Fischeier und -larven, nicht-heimische Arten – sogenannte Neobiota – und Schädlinge zu identifizieren oder die biologische Vielfalt zu analysieren.

Jade-Weser-Zeitung.de

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