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Deutlich weniger Unternehmensinsolvenzen‎ im Oldenburger Land

Oldenburg. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Oldenburger Land ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. 259 Betriebe meldeten Zahlungsunfähigkeit an (minus 13,7 Prozent). Das berichtet die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) auf der Grundlage neuer Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen. „Das ist die niedrigste Zahl an Unternehmensinsolvenzen seit 1993“, kommentiert IHK-Geschäftsführer Björn Schaeper. Dies sei auf die gute konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen. Fast alle Branchen hatten in den IHK-Konjunkturumfragen im Jahr 2016 der wirtschaftlichen Lage ein gutes Zeugnis ausgestellt. Niedersachsenweit fiel die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen um 0,2 Prozent.

Der Rückgang der Insolvenzen war in den Landkreisen Ammerland und Wesermarsch mit jeweils 11 Fällen (von 39 auf 28 bzw. von 41 auf 30 Fälle) am höchsten. Es folgen der Landkreis Friesland (von 21 auf 12), die Städte Oldenburg (von 39 auf 32) und Wilhelmshaven (von 25 auf 20), der Landkreis Cloppenburg (von 38 auf 32) sowie die Stadt Delmenhorst (von 40 auf 36). Mehr zahlungsunfähige Unternehmen gab es in den Landkreisen Oldenburg (von 30 auf 34) und Vechta (von 27 auf 35).

Nur in der Branche Verkehr, Information und Kommunikation nahm die Insolvenzzahl zu (von 22 auf 24). Rückgänge gab es im Dienstleistungssektor (von 129 auf 101), im Gastgewerbe (von 28 auf 22), im Handel (von 52 auf 48), in der Industrie (von 20 auf 16) sowie im Baugewerbe (von 49 auf 48).

„Die meisten zahlungsunfähigen Unternehmen waren nicht länger als acht Jahre am Markt und beschäftigten bis zu fünf Angestellte“, so Schaeper. Rund 1380 Arbeitnehmer waren von den Insolvenzen in der Region betroffen, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Diese konzentrieren sich vornehmlich auf die Branchen Verkehr, Baugewerbe und Industrie. Der voraussichtliche Zahlungsausfall belief sich auf rund 300 Millionen Euro nach 326 Millionen im Jahr 2015.