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LBEG untersucht Tragfähigkeit von Kleiböden in Friesland und der Wesermarsch

BohrgeraetRegion. Wie tragfähig sind die Kleiböden in den Landkreisen Wesermarsch und Friesland? Wie hoch ist in ihnen der Anteil von Ton, Schluff, Sand und Wasser? Um diese und weitere Fragen zu klären, untersucht das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vom 25. bis 29. September und vom 13. bis 17. November 2017 Kleiböden südlich und östlich des Jadebusens sowie in Butjadingen. Die LBEG-Experten bringen mit ihrer mobilen Bohranlage bis zu 14 Kernbohrungen in eine Tiefe von jeweils etwa fünf Metern nieder. Anschließend werden die Bohrkerne im Labor bodenmechanisch untersucht. Es werden unter anderem die Dichte, die Korngrößenvertei-lung, die Steifigkeit und die Festigkeit ermittelt – alles Informationen über die Eigenschaften und das Verhalten des Bodens als Baugrund.


Die aktuelle Bohrkampagne ist Teil der ingenieurgeologischen Landesaufnahme des LBEG. Sie dient dazu, typische Lockergesteine in Niedersachsen mit Blick auf Baugrundei-genschaften, Tragfähigkeiten und ihre Klassifizierung für Erdbaumaßnahmen besser ein-zuschätzen. Die gewonnenen Daten fließen unter anderem in Baugrundkarten des NIBIS Kartenserver ein, die öffentlich zur Verfügung stehen. Dadurch trägt das LBEG zu mehr Planungssicherheit bei Bauvorhaben bei.
Kleiboden:
Der Kleiboden ist ein feinkörniges Sediment, das nur im Küstenbereich und den tidebeein-flussten Flüssen auftritt und vor allem aus Ton, Schluff und Sand besteht. Ursprünglich handelt es sich um entwässerten Schlick.
Ingenieurgeologie:
Die Ingenieurgeologie bildet die Schnittstelle zwischen der klassischen Geologie (Wissen-schaft vom Aufbau, den Eigenschaften und der Entwicklungsgeschichte der Erde) und den bautechnischen Ingenieurwissenschaften. Themenfelder sind zum Beispiel die Fels- und Bodenmechanik sowie der Erd- und Grundbau.