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Mit 96 Jahren endlich Zeit zum Spielen

Westerstede. „Der Ast ist gut.“ Entschlossen zieht die 92-jährige Helene Hamjediers den dünnen Ast nach unten. So kann Ingrid Frers die selbst gemachte Vogelfutterkugel anhängen. Frers arbeitet als Betreuungskraft in der Tagespflege an der Grünen Straße. Gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren hat sie das Vogelfutter hergestellt. Nun wird es gemeinsam im Außengelände zwischen Tagespflege und Evangelischem Altenpflegezentrum verteilt. Nur eine von vielen Aktivitäten, die die Mitarbeitenden der Tagespflege den Gästen anbieten. Von Montag bis Freitag kommen die Gäste je nach Bedarf nur an einzelnen Tagen oder die ganze Woche. Das Angebot geht von 8 bis 17 Uhr. Gemeinsam wird gekocht, gegessen und gesungen. Hundebesuch gab es auch schon. Die Veranstaltungen im Evangelischen Altenzentrum, wie zum Beispiel den Tanztee, können die Tagesgäste ebenfalls besuchen.

 

A20 - Prospektionsarbeiten auf archäologischen Verdachtsflächen beginnen

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Westerstede/Jaderberg/Dringenburg. Für den Neubau der A 20 im Abschnitt 1 von der A 28 bei Westerstede bis zur A 29 bei Jaderberg schreiten die vorbereitenden Maßnahmen weiter voran. Im Rahmen von sogenannten Prospektionsarbeiten werden in Dringenburg – in der Nähe der zukünftigen Anschlussstelle der A 20 zur L 824 – zwei Flächen mit einer Gesamtgröße von rund 64 Hektar auf Bodendenkmäler untersucht. Um den zu untersuchenden Bereich beim Dringenburger Krug (Oldenburger Landstraße) freizulegen und damit die nötigen Arbeiten zu ermöglichen, müssen hier ab Mittwoch, 16. Januar 2019, Rodungsarbeiten durchgeführt werden. Auf einer etwa 1,3 Hektar großen Fläche werden Bäume im Zuge der Arbeiten entnommen. Baumersatzpflanzungen werden im Rahmen von verschiedenen Kompensationsmaßnahmen im Zuge des Autobahnbaus sowohl trassennah und als auch trassenfern vorgenommen.

Stellungsnahme von Burkhard Jendrusch bezüglich des Facebookposts von Nils Krummacker

Westerstede. Burkhard Jendrusch hat als Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes Westerstede ebenso Stellung zu dem Post von Nils Krummacker (wir berichteten) genommen: "Als Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes Westerstede möchte ich unter Bezugnahme auf Ihren Kommentar lediglich klarstellen, dass Herr Krummacker zum jetzigen Zeitpunkt nicht der FDP-Kandidat für die Bürgermeisterwahl ist, sondern sich darum beworben hat; eine Entscheidung darüber steht noch aus."

Herr Krummacker wird sich nach Aussage von Burkhard Jendrusch selbst schriftlich zu diesem Post bei Facebook äußern. Seine Sicht auf den geschilderten Sachverhalt sei eine andere. Wir werden die Stellungnahme ebenso veröffentlichen.

Peter Meiwald von den Grünen nimmt Stellung

Westerstede. In Bezug auf die Berichterstattung zum Post von Nils Krummacker auf seinem Facebook-Profil (wir haben berichtet: Westerstedes Bürgermeisterkandidat Nils Krummacker tappt kräftig ins Fettnäpfchen) nimmt Peter Meiwald von den Grünen Stellung: „Münchhausen-Politik in Westerstede braucht keiner! Wie schlimm Sprache das politische Klima versauen kann, haben Rechtspopulisten von Storch bis Seehofer in den letzten Jahren eigentlich ausreichend unter Beweis gestellt. Wer politisch ernst genommen werden möchte, sollte also stets gut überlegen, wie und was sie oder er sagt oder teilt. Satire nicht zu erkennen ist schon etwas peinlich, sie aber zur Verunglimpfung des politischen Gegners als FakeNews auch noch weiter zu verbreiten anstatt mit eigenen politischen Ideen zu überzeugen, bringt eine unterirdische Dimension in den anlaufenden Westersteder Bürgermeisterwahlkampf. Wer will eine Partei in unserer Stadtpolitik, die lieber Ängste schürt als Chancen zu sehen? FDP adé!"

Kommentar: Grünenbashing ist das falsche Signal

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Kommentar. Es ist mittlerweile zum Sport geworden: Grünenbashing. Es hat sogar schon diesen eigenen Namen bekommen. Konservative schießen vermehrt gegen Grüne aus allen Rohren. Und das in einer Zeit, in der das rechte Lager mit der AfD immer mehr Zuspruch seitens der Bevölkerung bekommt. Das Grünenbashing ist somit das völlig falsche Signal und beruht nur auf den Fakt, dass insbesondere die Partei der Grünen in Umfrageergebnissen gerade hervorragend abschneiden. So besinnt sich die Umweltpartei vermehrt wieder auf ihre ursprüngliche Ziele – dem Umweltschutz – und macht es zum Thema, was wiederum in der Wählerschaft gut ankommt. In den letzten Umfrageergebnissen waren die Grünen sogar zweitstärkste Partei. Kein Wunder, dass den Konservativen nun die Muffe geht. Aber wäre das nicht die richtige Gelegenheit an einem Strang zu ziehen? Wo sind die Stimmen, dass eine Koalition zwischen Konservativen und Grünen durchaus vorstellbar wäre? Mir sind sie zu leise. Sicherlich hat das auch mit der Wahlkampfstrategie zu tun, aber wieso dann das ständige Bashing? Wenn mich jemand die ganze Zeit so blöd von der Seite anmacht und mich dann plötzlich fragt, ob wir Freunde werden können, dem würde ich was Husten. Nein, so kann das nicht funktionieren. In diesem ganzen Gezanke geht die Glaubwürdigkeit der Politik unter. Teilweise werden Fakenews von Politikern für ernstzunehmende Informationen erklärt und in den sozialen Medien benutzt, um sie gegen andere Parteien einzusetzen. Damit werden diese Falschmeldungen noch glaubhafter und wir erziehen uns einen Bürger, der auf völlig falschen Werten seine Entscheidungen trifft. Das darf und kann nicht das Ziel der Politik sein.

Kommentar von Jesco von Moorhausen

Jade-Weser-Zeitung.de

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