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Evangelisches Altenzentrum Westerstede erhält Palliativsiegel

palliativWesterstede. Das Evangelische Altenzentrum Westerstede ist mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet worden. Das Siegel zeigt, dass sich die Pflegeeinrichtung in besonderem Maße für die Belange der Pflegebedürftigen und Sterbenden einsetzt. Die Auszeichnung als palliativfreundliche Einrichtung, ist ein Zwischenschritt in einem langen Prozess, den Einrichtungsleiter Olaf Thyrolf und Pflegedienstleiter Marc Stoyke bereits 2010 angestoßen haben.


„Wir wollten als Haus eine Kultur zum Thema Sterben entwickeln“, sagt Stoyke. Ein wichtiger Schritt war dabei die Einstellung von Sibylle Lück als Palliativ-Beauftragte. Sie betont: „Letztlich geht es um die Haltung zum alternden Menschen, nicht nur um das Sterben.“ Und Einrichtungsleiter Thyrolf ergänzt: „Wir sind ein sehr lebendiges Haus. Aber das Sterben gehört zum Leben dazu. Unser Ziel ist es, die Bewohner und Angehörige von Anfang bis Ende in diesem Prozess zu begleiten.“ Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema seien feste Standards erarbeitet worden, die den Pflegekräften und den Bewohnern helfen. „Wir konnten dabei auf vieles zurückgreifen, was im Haus schon gelebt wird“, betont Lück die diakonischen Werte des Altenzentrums. Durch die Standardisierung sei eine neue Qualität erreicht worden. „Doch die Rahmenbedingungen in der Pflege setzen uns Grenzen“, betont Thyrolf. Nicht immer habe das Pflegepersonal die Zeit, die es sich für die Betreuung wünsche.


Acht Palliativkräfte sind im Altenzentrum besonders ausgebildet. Und nicht nur die Pflegekräfte, sondern auch die Servicekräfte in der Küche und die Reinigungskräfte werden hausintern geschult und sensibilisiert. „Wir wollen alle im Haus mitnehmen“, betont Thyrolf. Besonders wichtig ist der enge Austausch mit Bewohnern, Angehörigen und Ärzten. „Wenn von Anfang an Vorsorge-Vollmachten vorliegen und auch das Thema Altern und Sterben angesprochen wird, dann gelingt es, den Prozess für alle gut zu gestalten“, ist sich Stoyke sicher.


Einrichtungsleiter Thyrolf und sein Team wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen. „Das Siegel ist ein wichtiger Schritt, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Wir sind sehr stolz, wie gut sich unserer Haltung zum Sterben in den vergangenen Jahren hier im Haus etabliert hat und werden das Thema weiter vorantreiben. Das Sterben zu thematisieren steht in keinem Widerspruch zur Lebendigkeit und Lebensfreude, die die Bewohner auch in hohem Alter zeigen."


Zur Info: Das Ev. Altenzentrum Westerstede verfügt über insgesamt 128 Plätze für die stationäre Pflege und ist Mitglied im Diakonischen Werk der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg e.V. 90 Mitarbeitende sind rund um die Uhr um das Wohlergehen der Bewohner bemüht.

Jade-Weser-Zeitung.de

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