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Wiefelsteder wagt das TV-Experiment auf SAT.1

nobodyisperfectWiefelstede. Zu unförmig. Zu faltig. Zu vernarbt. Zu hässlich. Zu unperfekt: Jeder fünfte Deutsche ist unglücklich mit seinem Aussehen, jede dritte Frau kann sich sogar vorstellen, sich einer Schönheits-OP zu unterziehen – so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Forsa im Auftrag von SAT.1 mit 2.000 Männern und Frauen ab 16 Jahren. Kann man lernen, den eigenen Körper so zu akzeptieren und zu lieben, wie er nun einmal ist – trotz vermeintlicher Makel oder gefühlter Unvollkommenheit? Bei „No Body is perfect“, die am 13. Januar 2020 gestartet ist wagen pro Folge jeweils drei Teilnehmer das „Nackt-Experiment“. Sie wollen lernen, sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen. Dabei werden sie unterstützt von vier erfahrenen Coaches: Sex- und Beziehungs-Expertin Paula Lambert, Fotografin, Curvy-Model und Body-Positivity-Aktivistin Silvana Denker, Tanzpädagogin und Coach Sandra Wurster und Plus-Size-Model Daniel Schneider. Das Außergewöhnliche: Alle vier sind dabei ständig nackt, lediglich farbenfrohe Bodypaintings zieren ihre Körper. Auch Martin (47) aus Wiefelstede ist dabei. Er wagt das Experiment in Folge 2, die am kommenden Montag, 20. Januar 2020, um 20.15 Uhr auf SAT.1 zu sehen ist.


Martins größte Leidenschaften sind das Grillen und sein Motorrad. Ob am Grill oder auf der Straße, hier vergisst er schnell alle Sorgen. Seit der Pubertät leidet der 47-Jährige nämlich unter seinem äußeren Erscheinungsbild. „Ich bin dick, habe rote Haare und außerdem keinen Bartwuchs. Meine Stimme toppt nochmal alles“, erklärt Martin. Ob in der Schule, bei der Bundeswehr oder später im Job: „Ich war immer das Mobbingopfer.“


Ein Knieschaden, den er von einem Autounfall davonträgt, zwingt ihn in die Frührente – an ein Berufsleben ist nicht mehr zu denken. Es grenzt für ihn schon fast an ein Wunder, dass er trotz all dem die Liebe seines Lebens kennengelernt hat. „Zum Glück gibt es Online-Dating. Ich hätte mich niemals getraut, die Frau im echten Leben anzusprechen“, erklärt er weiter.


Seit zwei Jahren leben die beiden zusammen in einem Haus mit großem Garten. Martins Lebensgefährtin liebt ihn so, wie er ist. „Es ist alles nur in seinem Kopf“, sagt sie und hofft, dass Martin durch „No Body is perfect“ sein Selbstwertgefühl wiederfindet und die psychischen Misshandlungen seiner Mitmenschen hinter sich lässt.


Die vier Coaches führen die Teilnehmer des Experiments in vier Tagen auf der griechischen Insel Mykonos durch verschiedene Herausforderungen, um ihnen so das Vertrauen und den Glauben an die eigene körperliche Attraktivität zurückzugeben. So sollen sich die drei Teilnehmer zum Beispiel selbst 20 Minuten lang mit ihrem nackten Körper im Spiegel konfrontieren. Ziel ist es, dass alle Teilnehmer am Ende der Woche sich selbst so annehmen, wie sie sind, um dann am „Naked Beach“ alle Hüllen fallen lassen zu können.

Jade-Weser-Zeitung.de

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