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Motorradbereich von starken Einbußen betroffen

motorrad bilanzGroßburgwedel. Auch Motorräder und -roller sind durch die Corona-Krise auf Talfahrt. Einbußen von 17,1 Prozent im ersten Quartal im niedersächsischen Markt im Geschäft mit neuen und gebrauchten Krafträdern zeigten die krisenbedingte Kaufschwäche. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, die Rückgänge seien zwar deutlich kleiner als bei Pkw-Neuzulassungen, die "Krise ist aber auch auf zwei Rädern angekommen". Insgesamt seien 19.600 (Vorjahr: 23.659) neue und gebrauchte Motorräder und -roller verkauft worden.

Nach Zahlen des KBA seien in den ersten vier Monaten 5.154 (Vorjahr: 5.691) neue und 14.446 (Vorjahr: 17.968) gebrauchte Krafträder und -roller verkauft worden. Dies seien Einbußen vom 9,4, beziehungsweise 19,6 Prozent. Bundesweit sind den Angaben Bleys zufolge 61.356 (Vorjahr: 69.141) neue und 132.950 (Vorjahr: 163.903) gebrauchte Krafträder verkauft worden.

Für das Jahresende zeichne sich neben den konjunkturell schweren Zeiten eine weitere Schwierigkeit ab. Ab 1. Januar 2021 nämlich dürften Motorräder mit der Euro-4-Homologation nicht mehr zugelassen werden. Bley forderte schon jetzt einen Ausweg, der die Lage der Motorradhändler in Niedersachsen nicht noch weiter verschärfe. Tageszulassungen vor dem Jahresende seien keine Lösung. Er plädierte für eine zwölfmonatige Terminverschiebung.

Jade-Weser-Zeitung.de

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