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So können Senioren im Straßenverkehr sicher unterwegs sein

seniorenradfahrerRegion. Gesichtsfeld und Sehschärfe können vermindert sein, die Beweglichkeit nimmt ab. Das Konzentrationsvermögen kann sich verringern und manche älteren Menschen brauchen länger, um sich zu orientieren - um nur einige mögliche Einschränkungen des Alters zu nennen. Doch der Mythos von „gefährlichen Senioren am Steuer“ ist statistisch widerlegt: Das Unfallrisiko bei älteren Fahrern ist laut Statistischem Bundesamt nur halb so hoch wie das der Gesamtbevölkerung. Ältere Menschen sind also seltener in Unfälle verwickelt - erleiden aber häufig schwerere Unfallfolgen. Dr. Jan-Peter Horst, Leiter Produktmanagement Haftpflicht-, Unfall-, Sach bei der HDI Versicherung AG, rät: „Damit der eigene Schaden oder die Schädigung Dritter nicht zum finanziellen Desaster wird, sollte man mit einer privaten Haftpflicht- und einer Unfallversicherung abgesichert sein - auch im fortgeschrittenen Alter.“ Das Paket „Schutzbrief“ der HDI Unfallversicherung beispielsweise beinhalte neben einigen wichtigen Absicherungen die Übernahme für vorübergehende Hilfeleistungen nach einem Unfall. So würden für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten beispielsweise Kosten für ambulante häusliche Pflege, Wohnungsreinigung, Erledigung von Einkäufen oder einen Menüservice übernommen.

 

Mehr als ein Drittel der Wege von Menschen über 65 werden zu Fuß erledigt - vermehrt mit dem Rollator. Daher die dringende Empfehlung von Dr. Jan-Peter Horst: „Wer mit dem Rollator unterwegs ist, sollte gerade in der dunklen Jahreszeit gut sichtbar sein. Dunkle Kleidung sollte mit reflektierenden Applikationen oder Warnwesten aufgehellt werden.“ Für Rollatoren gibt es im Fachhandel spezielle Reflektoren, neuere Modelle sind bereits damit oder gar mit LED-Licht ausgestattet. „Schäden, die jemand als Fußgänger verursacht, sind in der Privat-Haftpflicht mitversichert“, erklärt Versicherungsexperte Dr. Horst.


Neun Prozent der älteren Menschen nutzen das Fahrrad, um mobil zu bleiben. Nach Angaben des Portals Straßenverkehrsamt.de ist bei 75 Prozent aller Fahrradunfälle ein Pkw beteiligt. Den Radfahrer selbst trifft nur in jedem vierten Fall die Schuld. Dr. Jan-Peter Horst rät: „Ein Zweiradtraining bringt mehr Sicherheit. Außerdem sollte jeder einen Helm tragen. Dies unterstützt unsere Unfallversicherung mit der sogenannten Helmklausel: Sie regelt, dass beim Tragen eines Helms eine höhere Leistung gezahlt wird.“


Senioren bringen oft jahrzehntelange Fahrpraxis mit und können viele Situationen besser einschätzen als Fahranfänger. Jenseits des 75. Lebensjahres nehmen jedoch laut Statistischem Bundesamt die Anzahl und Schwere selbst verursachter Unfälle deutlich zu. Dr. Martin Weldi, Leiter der Abteilung Kraftfahrt-Schaden der HDI Versicherung, empfiehlt deshalb: „Um das eigene Fahrverhalten in Gefahrensituationen zu optimieren, können spezielle Fahrsicherheitstrainings für Senioren hilfreich sein.

 

senioren okt2015

Jade-Weser-Zeitung.de

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