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„Alien“-Star auf Berlinale

sigourney weaverBerlin. Fans sind verzückt: Sigourney Weaver besuchte die diesjährige Berlinale und machte Werbung für ihren Film „My Salinger Year“. Darin spielt sie eine knallharte Literaturagentin, die etwa den Kultautor J.D. Salinger unter Vertrag hat – und ihn vor Fanpost abschirmt. Beim anschließenden Interview im „Regent Hotel“ verriet die Schauspielerin, wie sie mit eigenen Fan-Briefen umgeht. Diese kann sie aus Zeitmangel leider nicht selbst beantworten und unter bestimmten Umständen will sie das auch gar nicht. „Wenn Fanpost an die Produktionsfirmen gesendet wird, schicke ich gern eine Autogrammkarte zurück. Wenn aber jemand so clever ist und meine Privatadresse herausbekommt, werde ich garantiert nicht antworten. Niemals“, so Weaver zur „Morgenpost“. Dabei hat der „Alien“-Star Verständnis für Fan-Allüren, denn sie fühlte sich erst kürzlich bei den „Oscars“ selbst wie ein Fan-Girl in Bezug auf Taika Waititi, den Regisseur des US-amerikanischen satirischen Dramas „Jojo Rabbit“.

„Ich habe mich selbst nicht wiedererkannt. Ich glaube, er denkt jetzt, ich sei verrückt. In solchen Momenten vergesse ich immer, dass ich ja selbst ein Star bin“, erklärte die Stanford University-Absolventin. Zudem habe der „Ghostbusters“-Star in jungen Jahren selbst Fan-Post verfasst. „Jetzt wird es peinlich. Mit zwölf war ich unsterblich in John Lennon verliebt. Ich hatte gelesen, dass er ein Stammlokal in New York hatte, und habe ihm einen sehr langen Brief geschrieben. Sechs Seiten, beidseitig eng beschrieben, violettes Papier, mit violettem Stift. Ich habe den Brief im Restaurant vorbeigebracht und den Besitzer gebeten, ihn für Lennon aufzuheben. Ich fürchte, er kam nie an“, so die 70-Jährige lachend. Damals sei Sigourney davon überzeugt gewesen, die einzige Person auf der Welt zu sein, die den „Beatles“-Star verehrte. „Es war natürlich nichts Sexuelles, aber ich wollte einfach, dass er von meiner Existenz weiß. Ich glaube, ich habe den Brief sogar mit Parfüm eingesprüht.“ Erstaunlich: Nicht nur aufgrund ihrer Körpergröße hatte es die US-Amerikanerin schwer, im Filmgeschäft Fuß zu fassen. „Ich habe vier Jahre lang keinen Agenten gefunden. Niemand wusste etwas mit mir anzufangen. Ich war Comedian, aber über 1,80 groß. Das ist für Schauspielerinnen einfach sehr groß. Ich musste betteln um einen Agenten. Die Erwartungen an meine Karriere tendierten gen Null. Selbst Schauspielschulen haben mir fehlendes Talent attestiert“, so Weaver.

Jade-Weser-Zeitung.de

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