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Friesische Wehde

Und plötzlich war der Strom weg

Zetel. Der kleine Warmwasserboiler unter der Theke stammt wahrscheinlich noch aus der Gründungszeit des Zeli in Zetel und tat all die Jahre treu und zuverlässig seinen Dienst. Bis neulich. Da sorgte er dafür, dass die Sicherung raussprang und den Thekenbereich in ein tiefes Schwarz tauchte. Natürlich kurz vor Vorstellungsbeginn. Und natürlich war auch nicht sofort klar, dass er der Übeltäter war. Das Team schaltete daraufhin einfach alle elektrischen Geräte ab, die nicht für die Vorführung gebraucht wurden – und so konnte die Vorstellung planmäßig stattfinden. Anschließend ging es dann auf Fehlersuche – und der Boiler wurde komplett vom Strom genommen. Als dann eine Woche später sein Nachfolger installiert werden sollte, wurde das ganze Ausmaß des Schadens deutlich: Unter dem Boiler hatte sich ein veritabler Wasserschaden gebildet. Also musste der gesamte Thekenbereich geräumt werden. Die leistungsfähige Heizung des Zeli sorgte anschließend für eine schnelle Trocknung und so ist das Problem inzwischen behoben. Das Septemberprogramm kann also beginnen.



Los geht es mit „Gegen den Strom“ am Freitag, den 30. August, und Montag, den 2. September, jeweils ab 20 Uhr. Darin lernen die Zuschauer die Endvierzigerin Halla kennen, die in Reykjavik ein geheimes Doppelleben als gerissene Öko-Aktivistin führt. Im Alleingang kappt sie die Hochspannungsleitungen der lokalen Aluminiumfabrik und schafft es jedes Mal, den Suchhunden, Hubschraubern und Drohnen der Polizei ein Schnippchen zu schlagen. Bald wird sie landesweit von der Polizei gesucht und ihre Ein-FrauAktionen werden in den Medien als „Akte ausländischer Terrorgruppen“ diskreditiert. Dann wird Hallas Antrag auf Adoption eines Kindes überraschend nach vier Jahren Wartezeit stattgegeben. Ob sich das mit ihrem Öko-Engagement verträgt? Zum Glück hat sie ja noch eine Zwillingsschwester … Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, FSK 6.

In „Kindeswohl“ spielt Emma Thompson die erfahrene Familienrichterin Fiona Maye. Ihr außergewöhnliches Engagement für ihren Beruf bringt ihr zwar eine hohe Reputation ein, gleichzeitig gerät dadurch aber ihre Ehe mit Jack (Stanley Tucci) in eine tiefe Krise. Dann wird ihr auch noch ein eiliger Fall übertragen, bei dem es um Leben und Tod geht: Der 17-jährige Adam (Fionn Whitehead) hat Leukämie, doch als Zeugen Jehovas lehnen er und seine Eltern eine rettende Bluttransfusion ab. Fiona muss entscheiden, ob das Krankenhaus den Minderjährigen gegen seinen Willen behandeln darf. Die Auseinandersetzung mit dem intelligenten Jungen führt Fiona zu einer Entscheidung, die auch ihr eigenes Leben verändern wird … Das Zeli zeigt den Film am Freitag, den 6. September, und Montag, den 9. September, jeweils ab 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, FSK 12.

Eine Woche später, Freitag, den 13. September, und Montag, den 16. September, zeigt das Zeli jeweils ab 20 Uhr die österreichisch-deutsche Koproduktion „Der Trafikant“. Sie spielt in Österreich im Jahr 1937. Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) verlässt sein Heimatdorf am Attersee, um beim Wiener Trafikanten Otto Trsnjek (Johannes Krisch) in die Lehre zu gehen. Zu den Stammkunden des kleinen Tabakladens zählt auch der bereits von fortschreitendem Alter und Krankheit gezeichnete Sigmund Freud (Bruno Ganz), von dem Franz auf Anhieb fasziniert ist. Als der Junge sich unglücklich in die schöne Varietétänzerin Anezka (Emma Drogunova) verliebt, sucht er Rat bei Freud, muss aber feststellen, dass selbst dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein großes Rätsel ist. Franz ist dennoch fest entschlossen, um seine Liebe zu kämpfen. Doch dann übernehmen Hitlers Truppen das Kommando in Österreichs Hauptstadt und die Ereignisse überschlagen sich … Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, FSK 12.

Deutlich leichter kommt „Ein Gauner & Gentleman“ daher, den das Zeli am Freitag, den 20. September, und Montag, den 23. September, jeweils ab 20 Uhr zeigt. Die amerikanische Kriminalkomödie beruht auf einer wahren Geschichte und erzählt die Geschichte des in die Jahre gekommenen Bankräubers Forrest Tucker (Robert Redford). Durch und durch kriminell saß er fast sein ganzes Leben im Gefängnis, zumindest theoretisch, denn er ist 16-mal ausgebrochen. Jetzt, im Alter, überfällt er weiter Banken. Nicht vorranging, weil er das Geld braucht, sondern weil er es kann. Dabei benutzt er keine Maske und ist immer überaus höflich. Als er Jewel (Sissy Spacek) kennenlernt, erzählt er ihr von seiner Leidenschaft. Sie glaubt ihm natürlich nicht. Dann heftet sich Detective John Hunt (Casey Affleck) an seine Fersen heftet und das Blatt wendet sich komplett … Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, FSK 6.

Monatshighlight: Doppelfeature mit Stan und Olli – digital und analog

Keine Freitags- und Montagsvorstellung gibt es in der darauffolgenden Woche, denn am Samstag, den 28. September, hat das Zeli ein besonderes Highlight im Programm: Im Mittelpunkt stehen Stan Laurel und Oliver Hardy, in Deutschland bekannt als Dick und Doof. Das Zeli zeigt in einer Doppelvorstellung die nagelneue Filmbiografie „Stan und Olli“ und danach den Klassiker „Laurel & Hardy – Zwei ritten nach Texas“ – stilecht auf 35 Millimeter. Los geht es um 19 Uhr mit der Biografie: Stan Laurel (Steve Coogan) und Oliver Hardy (John C. Reilly) befinden sich gegen Ende ihrer Karriere 1953 noch einmal auf einer Tour durch Großbritannien. Zu Beginn sind die Zuschauerräume enttäuschend leer. Doch durch ihr Talent, sich immer wieder gegenseitig zum Lachen zu bringen, beginnt der Funke auf ihr Publikum überzuspringen. Es gelingt ihnen dank des Charmes und der Brillanz ihrer Aufführungen, alte Fans zurückzugewinnen und neue zu begeistern: Die Tour wird so doch zu einem Riesenerfolg! Dann holen sie aber die Gespenster ihrer Vergangenheit ein und stellen Stan und Ollies Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe. Denn 25 Jahre zuvor, nach den Dreharbeiten zu „Laurel und Hardy: Zwei ritten nach Texas“, spielte Oliver Hardy einen Film ohne seinen Partner ein. Zwar floppte dieser, doch leidet Stan nach wie vor unter diesem Betrug, wie er findet …

Nach einer kurzen Pause, in der wir die beiden Hochleistungsbeamer im Vorführraum müssen demontieren, damit die alten 35-Millimeter-Projektoren arbeiten können, folgt dann um 21 Uhr genau jener Film, nach dem die beiden sich beinahe für immer getrennt hätten: „Laurel & Hardy – Zwei ritten nach Texas“. Darin verschlägt es Stan und Ollie in das kleine Städtchen Brushwood Gulch und dort in Finns Saloon. Sie sollen Mary Roberts, die in der Küche schuftet, die Hinterlassenschaft ihres Vaters überreichen: die Besitzurkunde zu einer Goldmine. Als Finn und seine Frau Lola von der großen Erbschaft hören, täuschen sie die Jungs. Finn stellt ihnen seine Gattin als Erbin vor. Ahnungslos übergeben die beiden Glücksboten die Urkunde der Falschen. Zwar fliegt der Schwindel auf, doch freiwillig wollen Finn und Lola die Urkunde nicht zurückgeben. Also müssen sich Stan und Ollie allerlei einfallen lassen, damit Mary doch noch zu ihrer Goldmine kommt … Beide Vorstellungen können nur als Block besucht werden. Der Eintritt beträgt 8,00 Euro, FSK 6. Der Vorverkauf startet am Montag, 16. September, im Zeli und im MGH.

Weitere Informationen zum Programm sowie zu allen sonstigen Veranstaltungen des Zeli finden sich im Internet unter http://www.zeli-zetel.de und in der kostenlosen Zeli-App.

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