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Schwarze Heldinnen im Kalten Krieg

hiddenJever. Genau sechzig Jahre ist es in diesem Jahr her, als ein Gerät so groß wie ein Medizinball dafür sorgte, dass der damaligen westlichen Welt und insbesondere den USA der Atem stockte: Der Sowjetunion war es gelungen, mit Sputnik 1 den ersten künstlichen Satelliten in eine Erdumlaufbahn zu schicken. Würde sie es nun auch schaffen, als erste Nation einen Menschen ins All zu befördern? Es ist die Zeit des Kalten Krieges. Die NASA wird gegründet und erhält den Auftrag und hinreichend Dollars, die USA im Wettlauf ins All wieder in die Führungsposition zu bringen. Der erste Mann in einer Umlaufbahn sollte, ja, er musste auf jeden Fall Amerikaner sein.


Wenn man heute auf diese Zeit zurückblickt, scheint das kollektive Gedächtnis tatsächlich nur Männer als Akteure abgespeichert zu haben. Gagarin, John und Armstrong als Raumfahrer, dazu die führenden Politiker der Supermächte sowie die überwiegende Zahl der Wissenschaftler: allesamt Männer – und weiß! „Hidden Figures“ erzählt aber eine andere, eine bis zum Erscheinen des gleichnamigen Sachbuchs von Margot Lee Shetterley unterdrückte Wahrheit: Die wahren Helden – jedenfalls auf amerikanischer Seite – waren nicht nur mathematisch genial, sondern auch weiblich und - schwarz.


Regisseur Theodore Melfi versetzt uns auf eindrucksvolle Weise in die späten 50er Jahre, in der selbst die NASA mit Toiletten für „Colored Ladies“, die einen Kilometer vom Arbeitsplatz und den Toiletten der Männer entfernt sind, Rassentrennung praktiziert, obwohl sie zwingend auf die Hilfe der Mathematikerinnen angewiesen ist. Für die FAZ machen die Darstellerinnen dieser Frauen den Film besonders sehenswert. Taraji P. Henson als geniale Katherine Johnson, Octavia Spencer als Dorothy Vaughan und die R&B-Sängerin Janelle Monáe erhalten das Urteil: „Erstaunliche Frauen, erstaunliche Schauspielerinnen“. Mit Kevin Kostner und Oscar-Gewinner Mahershala Ali („Moonlight“) u. a. sind jedoch auch die Männerrollen beachtlich besetzt.


Spiegel online lobt den Film für „seine gelungene Mischung aus kurzweiliger Unterhaltung und gesellschaftspolitisch relevanten Themen“.
Gezeigt wird der Film am Mittwoch, dem 01.11.2017, in der Filmpalette Jever um 20.05 Uhr; Einlass ab 19.30. Die KinoKult-Gruppe der Kinofreunde Friesland e.V. reicht diesmal das Getränk „Weiße Wolke“ und galaktische Schlickereien.


Vorverkauf ab 19.10.17: Leidenschaften – Friesisches Teehaus, Am Kirchplatz 25, Jever; Bücherstube Hoffmann, Schlachtstr. 12, Jever, Buch @ Papier Eckermann, Neue Str. 18, Jever, Bücherstube Schortens, Oldenburger Str. 19

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