Auch Inklusion und Landwirtschaft jetzt durch Teams vertreten

Gruppenbild inklusionJever. Am Sonnabend fand im JuZ Jever der zweite Workshop des Wettbewerbs Frieslands Helden der Heimat statt. Auf der Agenda stand das Thema Projektmanagement und -Canvas. Es ging darum, die bisherigen Entwürfe und Ideen zu konkretisieren, zu organisieren und zu strukturieren. Das ermöglichte auch neuen Teams sich mit einer eigenen Idee oder mit einem angefangenen Projekt zu beteiligen. So entstand viel Gutes: neue Teilnehmende haben sich bestehenden Projekten angeschlossen und verstärken die bisherige Struktur, neue Teams kamen dazu und entwickeln ihre Ideen nun im Wettbewerb weiter. Auch die bisherigen Gruppen haben zusätzliche Mitglieder zur Unterstützung mitgebracht.


Die Workshop-Inhalte und Ergebnisse
Themen des Workshops am Samstag waren Projektmanagement und Tools zur Projekt- und Teamorganisation. Fabian Oestreicher, Workshopleiter der Hilfswerft gGmbH, hatte das Ziel, die Teams dabei zu unterstützen ihre Ideen voranzutreiben und den noch zu gehenden Weg sichtbar zu machen. Im Wechsel zwischen Theorie- und Arbeitsphasen wurden Inhalte aus dem konventionellen und agilem Projektmanagement vermittelt und direkt angewandt. Auch das Aufzeigen von Tools wie Trello half den Anwesenden weiter. So ging es von der Perspektive des Gesamtprojektes über das Herunterbrechen einzelner Aufgabenteile bis hin zu einem groben Zeitplan. Vor allem des Verständnis für die einzelnen Schritte stand im Vordergrund, weniger die vollständigen Ergebnisse, die nun in Teamarbeit weiter erarbeitet werden. Aus der Startup-Welt entlehnt, wurde schließlich noch ein Projekt-Canvas vorgestellt, mit denen die Teams ihr Vorhaben übersichtlich aufzeigen können und das auch als Grundlage für das Halbfinale am 4. Mai dient. Auch neue Teams können sich dieses auf der Webseite des Wettbewerbes herunterladen.


Die Themen, die Friesland bewegen
Nach zwei Workshops haben sich nun acht Teams gebildet, die relevante Herausforderungen in Friesland angehen möchten. Mit der “Wanderstube” beschäftigt sich ein Team der FriedrichSchlosser-Schule in Jever und möchte nun neu einen offenen Treffpunkt für ihre Schüler*innen und den Bürger*innen in Jever schaffen. Beim JFV Varel wird auch an die Zukunft der jungen Kicker abseits des Rasens gedacht. Einen Schritt in Richtung Solidarische Landwirtschaft und Permakultur will ein weiteres Team gehen.


Hier die Übersicht:
• Inklusion: Team “Wanderstube”
• Leerstand: Team “fri_space”
• Wilder Müll: Team “Yes, your can!”
• Jugendbeteiligung: Team „The MOveMENT“
• Nachhaltigkeit: Team “Grüncool” (bisher Nachhaltigkeitsfreunde)
• Mobiles Freizeitangebot: Team „Skate O Fari“
• Solidarische Landwirtschaft: Teamname folgt
• Jugendförderung im Verein: Team „JFV Varel Plus“

Teampräsentation und die Challenges
Auf der Wettbewerbs-Webseite https://friesland.heldenderheimat.de/teams/ werden alle Teams vorgestellt. Die Gruppen waren bereits produktiv: Neben einem Teamfoto wird hier die Projektbeschreibung veröffentlicht, sind Logos entstanden, wurden eigene Projekt-Website entwickelt und die Sozialen Netzwerken bespielt. In den Challenges sind die Teams gefordert sich regelmäßig mit weiteren Aufgaben weiterzuentwickeln und ihr Teamkonto mit guten Ergebnissen und Teampunkten aufzubauen. Teampunkte entscheiden bei der Zwischenpräsentation mit, welches Team sich beim Finale noch einmal gesondert vor der Jury und dem Publikum präsentieren darf. Die Aktivitäten und Ergebnisse sind im Challenge-Ranking dargestellt: https://friesland.heldenderheimat.de/challenges/.

Der Wettbewerb und Preisgelder
Frieslands Helden der Heimat ist ein Engagement-Wettbewerb der Barthel Stiftung und setzt auf frische Ideen aus und für Friesland. Zusammen in Teams entwickeln junge Menschen innovative Konzepte, um relevante Herausforderung in der Region anzugehen: nicht für die Schublade, denn insgesamt sind mindestens 20.000 Euro im Umsetzungstopf! Franziska Scholl, Stiftungsmanagerin bei der Barthel Stiftung, ist beeindruckt von den neuen Teams und nachhaltigen Themen, die dazugekommen sind. „Genau diese Inhalte sind auch für uns als Stiftung relevant und wir möchten gerne die Teams bei der Umsetzung begleiten“, so ihr Eindruck vor Ort.

Pitch-Präsentation im Halbfinale und Anmeldeschluss
Der nächste Workshop findet am Samstag 4. Mai statt. Hier werden alle Teams im Pitch-Training fit gemacht und präsentieren sich am Ende des Tages vor der Jury im Halbfinale.
• Workshop Pitch-Training & Pitch-Präsentation am Samstag 4. Mai im Halbfinale
• Auch interessierte neue Teams können sich noch bis 30. April anmelden https://friesland.heldenderheimat.de/bewerbung/
• Alle Infos rund um den Wettbewerb unter www.frieslands-helden.de

Über die Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung
Mit dem Ziel, die Gesellschaft an dem Erfolg seines Unternehmens, der Papier- und Kartonfabrik Varel, teilhaben zu lassen und die Region in ihrer Entwicklung zu unterstützen, gründete Hellmut Barthel 1991 die nach ihm und seiner Schwester benannte Stiftung. Viele Projekte werden durch die Stiftung schon gefördert, sodass sie als zuverlässiger Partner der Region wahrgenommen wird. Bei Bildungs- und Erziehungsthemen werden Schulfahrten finanziert, Schulhofgestaltungen unterstützt oder Präventionsprojekte ermöglicht. Im Umweltbereich setzt sich die Stiftung unter anderem für den Vogelschutz, die Naturschutzstiftung LK Friesland oder den Klimaschutzindex von GermanWatch ein. Doch auch internationale Projekte wie der Urwaldschutz in Nicaragua oder British Columbia werden gefördert.


Über die Hilfswerft gGmbH
Die Hilfswerft gGmbH fördert soziales Engagement durch Unternehmertum. Mit dem Konzept „Helden der Heimat“ hat sie ein Format geschaffen, welches deutschlandweit ehrenamtliches Engagement und gesellschaftsdienliches Unternehmertum fördert. Der Engagement-Wettbewerb wurde bereits erfolgreich in Oberfranken, gemeinsam mit der Adalbert-Raps-Stiftung durchgeführt und wird nun in weiteren Regionen, wie Oberschwaben, Lörrach und Friesland mit lokalen Partnern durchgeführt.