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Hochrisikopatienten: LDL-Cholesterin senken, Infarktrisiko reduzieren

hergesundheitRegion. Unser Herz pumpt jeden Tag rund 7.000 Liter Blut durch unser Gefäßsystem, um Organe und Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Um zu verhindern, dass es dabei zu Durchblutungsstörungen kommt, sollten Herz und Gefäße vor Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder zu hohem Cholesterin geschützt werden. Denn die gefäßschädigende Wirkung der "stillen Killer" spürt man nicht. Deshalb bleiben sie oft unerkannt und unbehandelt. So ahnen viele Betroffene gar nicht, dass sie einen zu hohen Cholesterinspiegel haben. Denn erhöhte Werte des schädlichen LDL-Cholesterins können auch erblich bedingt sein. Patienten mit Familiärer Hypercholesterinämie (FH) haben ein hohes Gesamtrisiko für kardio-vaskuläre Erkrankungen. Sieben Tipps, was Hochrisikopatienten - zu denen auch Diabetiker und Menschen mit schwerem Bluthochdruck zählen - tun können, um ihr Herz-Kreislauf-Risiko zu senken, hält das Verbraucherportal ratgeberzentrale.de unter www.rgz24.de/herz-kreislauferkrankungen bereit.

Cholesterinwerte kennen

Wer seine Herzgesundheit im Blick behalten möchte, sollte also nicht nur den Blutdruck kontrollieren. Nach der Empfehlung von der Berliner Lipid-Expertin Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen sollte man bereits in jungen Jahren auch seine Cholesterinwerte kennen. Dies gilt vor allem, wenn im engeren Familienkreis bereits früh Herz-Kreislaufkrisen aufgetreten sind, die auf eine familiäre Veranlagung hindeuten könnten. Je nachdem, wie viele weitere Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt) bei den Betroffenen vorliegen, ist eine Senkung des LDL-Cholesterins auf bestimmte Zielwerte erforderlich. Dabei gilt: Je höher das Herz-Kreislauf-Gesamtrisiko desto niedriger die Zielwerte. Unter www.cholesterin-persönlich-nehmen.de gibt es konkrete Zielwertangaben und nähere Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten.

Herz-Kreislauf-Risiko verringern

Bei einem hohen Herz-Kreislauf-Gesamtrisiko gilt es, einen LDL-C-Zielwert unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l) zu erreichen. Patienten mit sehr hohem Risiko sollten einen Wert unter 70mg/dl (1,8mmol/l) anstreben. Reichen gängige Therapien mit Statinen und/oder anderen lipidsenkenden Behandlungsmaßnahmen nicht aus, oder werden diese hochdosiert nicht vertragen, blieb Hochrisikopatienten bislang nur die regelmäßige Blutwäsche (Lipid-Apherese). Die neuen Wirkansätze der sogenannten PCSK9-Hemmer geben Betroffenen nun Hoffnung, künftig auf die belastende Behandlung verzichten zu können. Erste Studien zeigen zudem, dass die in der Regel mit Statinen kombinierte Antikörpertherapie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern kann.

Lebensstil anpassen

Die neue Wirkstoffklasse der PCSK9-Hemmer kann die Cholesterinbehandlung von Hochrisikopatienten verbessern. Zur Therapie gehört allerdings auch, dass die Patienten ihren Lebensstil anpassen: regelmäßige körperliche Aktivität sowie eine ausgewogene Kost und Nichtrauchen. Denn Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Nikotingebrauch gehören zu den maßgeblichen Einflüssen, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Nach Schätzungen der Deutschen Herzstiftung sind die drei Lifestylefaktoren zusammengenommen weltweit für rund 80 Prozent der Todesfälle in den Industriestaaten verantwortlich, die in Folge von Herz-Kreislaufkrisen wie Herzinfarkt und Schlaganfall auftreten. Tipps für einen gesunden Lebensstil gibt es unter www.cholesterin-persoenlich-nehmen.de.

Jade-Weser-Zeitung.de

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