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Vom Schwergewicht zum Marathon-Mann

aktivo1Region. Etwas in seinem Leben zu ändern ist nicht immer einfach. Vor allem wenn 143 Kilogramm auf der Waage stehen, sich die Person aber vorgenommen hat, eines Tages Marathon zu laufen. „Unmöglich“, meinen die einen, „ein langer Weg“, sagen die anderen. Thorsten Meyer aber hat es geschafft. „Mir war schon klar, dass dieses hohe Gewicht nicht gut für meine Gesundheit ist“, erinnert sich der 46jährige Berufsschullehrer. Doch Cola, Chips und Co. waren zu verlockend. Im Jahr 2014 brachte Thorsten Meyer noch 143 Kilogramm auf die Waage. So konnte es nicht weiter gehen. „Angefangen hat alles damit, dass ich meine Kinder ins Sportstudio gefahren habe“, erzählt er. Irgendwann hatte er keine Lust mehr, immer hin und her zu fahren und setzte sich im Fitnessclub Aktiv in Westerstede einfach einmal auf ein Fahrradergometer. „Erst nur kurz, dann wurde es von Mal zu Mal länger“, erzählt Thorsten Meyer, der das schließlich regelmäßig machte. „Schnell kam ich mit den Trainern hier vor Ort ins Gespräch“, erinnert sich der Berufsschullehrer. Sie halfen ihm und entwickelten speziell für Thorsten Meyer ein Krafttraining. Am Anfang purzelten nur so die Pfunde. „Das war ein tolles Gefühl“, berichtet Thorsten Meyer, der nicht geglaubt hätte, dass das so rasend schnell ginge. Doch plötzlich der Einbruch. Nur noch minimal, teilweise auch gar nicht, ging sein Gewicht zurück. Er musste was Neues, etwas Effektiveres wagen: Joggen.

aktivo2Ende 2014 ging er sich zum ersten Mal auf ein Laufband. Jogging sei immer noch einer der effektivsten Abnehmmethoden, doch aufgrund seines hohen Körpergewichtes mied er diese Sportart, da sie ihm schnell Knieschmerzen bescherte.
Jetzt, das erste Mal, wählte er auch nur einen Kilometer Länge. „Ich habe mich danach fürchterlich gefühlt“, lacht Thorsten Meyer. Doch er wollte dran bleiben. Immer wieder ging es auf das Laufband. Und siehe da, die Kilos fielen weiter. Mittlerweile reichten ihm auch nicht mehr die kurzen Besuche im Aktiv Westerstede mit seinen Kindern. Er ging wann immer er Zeit hatte. Und die Zeit nahm er sich. 2015 startete Thorsten Meyer dann zum ersten Mal bei einem Laufturnier, dem Ossiloop. „Ich wollte die zehn Kilometer einfach nur schaffen, irgendwie, egal in welcher Zeit“, so Thorsten Meyer, der schließlich die Strecke in unter einer Stunde bewältigte. „Das war ein Wahnsinnsgefühl!“

Dem Berufsschullehrer ging nicht die Puste aus. Er bekam immer mehr Spaß am Laufen. Bereits im Herbst 2015 meldete er sich für seinen ersten Halbmarathon in Bremen an und schaffte ihn. „Ich hatte ordentlich an Gewicht verloren und hätte eigentlich aufhören können“, weiß Thorsten Meyer, doch wieso? Es könnte doch weiter gehen. Also zog er das Training an und startete im April 2016 beim Hamburg-Marathon. Geschafft! Nur zwei Jahre zuvor war nur der eine Kilometer auf dem Laufband kaum zu bewältigen. Jetzt riss Thorsten Meyer über 42 Kilometer ab. Sein Gewicht pendelte sich bei 85 Kilogramm ein. Der aktuelle Körperfettanteil liegt bei acht bis neun Prozent. „Es waren einmal 30 Prozent“, lächelt er zufrieden, der in der Vorbereitungsphase für einen Marathon bis zu 90 Kilometer die Woche läuft. Doch steigern geht immer. So besann sich der Berufsschullehrer wieder auf das Radfahren und bewältigte die Alpencross im Sommer 2017. „Triathlon wäre jetzt eigentlich die logische Folge, doch ich bin nicht so ein Schwimmfan“, grinst Thorsten Meyer, dem man schwer glauben kann, dass sein derzeitiger athletischer Körper einmal 143 Kilogramm wog.

aktivo3„Es war kein einfacher Weg und man braucht auf jeden Fall dafür Hilfe, die ich seitens meiner Familie und vom Aktiv-Team in Westerstede bekommen habe“, so Thorsten Meyer, der allen Übergewichtigen nur raten kann: Tut was! Er selbst habe in der Zeit viel dazu gelernt. So gibt er den Tipp, relativ häufig an Problemstellen mit Krafttraining zu arbeiten. „Ich habe zum Beispiel meine Fußmuskulatur ständig trainiert, um keine Probleme beim Laufen mit den Sprunggelenken zu bekommen“, rät Thorsten Meyer, der auch andere Körperpartien mit Krafttraining stabilisierte. Dafür brauche man viel Disziplin, weil die Übungen unangenehm seien.

aktivo4Enthaltsamkeit ist in der Ernährung ebenso wichtig. „Das fällt mir bis heute schwer“, gibt der Colaliebhaber zu. Ein sommerliches Grillen, bei dem seine Freunde ihre Steaks und Bierchen zu sich nehmen, ist nichts mehr für Thorsten Meyer. „Man grenzt sich schon ein wenig aus“, gibt er offen zu. Morgens steht Thorsten Meyer um fünf Uhr auf und fängt den Tag mit Sport an. Gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie sind selten geworden. „Da gibt es auch mal Kritik von meiner Familie“, erzählt Thorsten Meyer, der zugibt, das Training auch ein bisschen zur Sucht werden kann. Doch die Familie hält weiterhin zu ihm. Auch seine Freunde sind nicht weggelaufen. In diesem Jahr lief Thorsten Meyer sogar in Hamburg und in Berlin den Marathon. Ein riesiger Erfolg, denn jeder, der Thorsten Meyer kennt, weiß, wie schwer sein Weg war. 

http://www.fitnessclub-aktiv.de/

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