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VfL Oldenburg gewinnt in Oschatz

Oldenburg. Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben am Sonntag ihre Pflichtaufgabe beim Drittligisten SHV Oschatz gelöst und stehen im Viertelfinale des DHB-Pokals. In der vollbesetzten Oschatzer Rosentalhalle siegte der Pokalsieger von 1981 und 2009 mit 39:23 (17:11). In der Runde der letzten Acht treffen die Oldenburgerinnen voraussichtlich am 3. oder 4. März in der heimischen EWE ARENA auf den aktuellen Zweitliga-Tabellenführer TuS Metzingen. Die vier Partien wurden heute in Leipzig ausgelost. 
„Die Unterschiede zwischen den beiden Ligen sind einfach sehr groß. Von daher hatte ich mit so einem Spielverlauf gerechnet“, sagte Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki. Mit ein paar Fehlern weniger hätte sein Team höher gewinnen können: „Doch wenn man schon mit einer sehr lockeren Einstellung in eine Partie geht, sind ein paar Fehler mehr völlig normal.“ Dem Gegner Oschatz bescheinigte Krowicki eine für Drittliga-Verhältnisse gute Leistung.  
Zur Auslosung sagte Krowicki: „Sicherlich ist das eine gute Auslosung für uns. Wir treffen auf keinen Bundesligisten und spielen zudem noch zu Hause. Aber wir werden nicht vergessen, dass der TuS Metzingen über Qualitäten verfügt, die auch uns Probleme bereiten können. Wir werden uns sehr seriös vorbereiten. Metzingen ist ein ernstzunehmender Gegner.“ Der Sieger dieser Partie nimmt am Final Four am 28. und 29. April in Göppingen teil. 
Der VfL kam gegen den sich tapfer wehrenden Tabellenfünften der Dritten Liga Ost zu einem ungefährdeten Sieg. Es dauerte zwar knappe drei Minuten, ehe Anne Badenhop mit dem ersten von zehn Kontertoren in der ersten Hälfte das 1:0 erzielte. Doch Oldenburg gab die Führung danach nicht mehr ab, führte 6:2 (10.), 9:4 (15.), 13:6 (20.) und 16:9 (25.). Einen größeren Vorsprung schon in der ersten Hälfte verhinderte das nicht immer gute Wurfverhalten der Gäste sowie die gute SHV-Torfrau Katrin Miersch mit acht Paraden. Auf der anderen Seite kam Oldenburgs Tess Wester auf neun gehaltene Bälle. 
In der zweiten Halbzeit agierte der VfL häufiger über den Positionsangriff, erzielte nur noch drei Gegenstoßtore. Über die Stationen 25:13 (40.), 29:15 (45.), 33:19 (50.) und 37:22 (55.) entwickelte sich das Spiel. 
Alle Oldenburger Spielerinnen kamen meist eine halbe Stunde oder etwas mehr zum Einsatz, Torfrau Julia Renner allerdings nur bei einem Siebenmeter. „Wir haben die Möglichkeit genutzt und Tess Spielpraxis verschafft“, sagte Krowicki und lobte die Leistung Westers als eine „sehr starke“. Wenig spielte auch Julia Wenzl, die während der Partie über Magenprobleme klagte. 
„Wir dürfen uns hoch erhobenen Hauptes aus dem DHB-Pokal verabschieden“, sagte SHV-Trainerin Jana Delor. „Für die Mannschaft und das Publikum war es eine schöne Erfahrung, was in der Bundesliga geht.“ Delor fand, ihr Team habe insbesondere vor der Pause zu viele eigene Fehler produziert. Zudem hätte sie sich auch noch ein wenig mehr Engagement gewünscht, enttäuscht sei sie aber nicht.  
In der Bundesliga geht es für den VfL am kommenden Sonntag (12.2., 16.30 Uhr, EWE ARENA) mit dem Heimspiel gegen FA Göppingen weiter. Der SHV Oschatz empfängt in seinem nächsten Punktspiel am selben Tag (16 Uhr) Eintracht Hildesheim. 
SHV Oschatz: Miersch (8 Paraden), Eichhorn (ab 31.; 5 Paraden) – Häußler 3 Tore, Vujica 3, Ganske 4/4, Schneider 8, Heine, Wiersma; Staffe 2, Müller 2, Ludwig, Böhm, Natzschka 1. 
VfL Oldenburg: Wester (17 Paraden), Renner (bei einem Siebenmeter) – Badenhop 4, Wenzl, Neuendorf 4, van der Heijden 3, Winter 3, Hetmanek 6/1; Barger 1/1, Geschke 4/1, Kethorn 3, Abbingh 4/1, Birke 5/1, Schirmer 2. 
Siebenmeter: 5/4 (Ganske wirft an die Latte) - 5/5.
Zeitstrafen: 2 (Müller, Natzschka) - 3 (zweimal Hetmanek, Schirmer). 
Schiedsrichter: Lutz Daßler und Lutz Günther aus Zwönitz.
Zuschauer: etwa 400 in der Oschatzer Rosentalhalle. 
Jade-Weser-Zeitung.de

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