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Derby statt Kaffee und Kuchen

Oldenburg. „Wird es heiß, trag ich weiß" lautet auch an diesem Samstag zur Kuchenzeit das Quakenbrücker Motto in der Artland Arena, wenn die gastgebenden Dragons gegen die EWE Baskets Oldenburg antreten (14.50 Uhr, live bei Sport1). „Seh ich weiß, werd ich heiß" muss es dann aus Sicht der Gäste heißen, denn nur mit einer engagierten und hochkonzentrierten Leistung wird es möglich sein, bei einem der diesjährigen Topteams der Beko Basketball Bundesliga bestehen zu können. Während die Pflichtspiel-Bilanz der gemeinsamen Erstliga-Historie noch ganz dezent für Oldenburg spricht (10:9 Siege), beanspruchen die Drachen unter Headcoach Stefan Koch die saisonalen Vorteile für sich: Platz drei bei 28:10 Punkten sorgen selbstredend für mehr Zufriedenheit als Baskets-Rang sieben mit derzeit 20:16 Zählern.

 

Bilanzen der letzten Jahre, Statistiken oder auch das Hinspiel, das die Dragons deutlich mit 99:81 für sich entschieden, interessieren die beiden Trainer derweil nicht. Während die Quakenbrücker, die unter Stefan Koch in der letzten Saison nach zwei Jahren Abstinenz souverän in den Kreis der Playoff-Teilnehmer zurückkehrten, auch in dieser Saison wohl ungefährdet und mit guter Aussicht auf die ersten Vier die Meisterrunde erreichen dürften, sind die Oldenburger Ziele momentan andere. An der Hunte gilt es, die Balance zwischen oft explosiver Offensive und zuweilen durchlässiger Defensive zu finden. Nur so bleiben die Chancen auf eine Playoff-Qualifikation groß.

 

Stefan Koch hat im Artland in seinem Team Optionen en masse. Neun Spieler seines Kaders erzielen mindestens sechs Punkte im Schnitt, zudem kann er nun wieder auf den zuletzt zwangspausierenden Anthony Hilliard zurückgreifen – Adam Hess erhielt zu Beginn dieser Woche einen deutschen Pass und zählt nicht mehr zu den maximal sieben pro Partie erlaubten ausländischen Akteuren. Im Spielaufbau wirbelt der offiziell 1,70 Meter messende David Holston seine Gegner mächtig durcheinander (17,6 Punkte und 6,0 Assists pro Beko BBL-Partie) und hat bei seinen Anspielen die Qual der Wahl. Nathan Peavy, der nachverpflichtete Brandon Thomas, Anthony King, Darren Fenn, Anthony Hilliard, Adam Hess, Johannes Strasser, Bryan Bailey, Guido Grünheid – sie alle sind jederzeit in der Lage, ihren Opponenten Kopfschmerzen zu bereiten. Regelmäßige Kurzeinsätze hat der Ex-Oldenburger Acha Njei.

 

Mit Ausnahme von Holston und Hilliard verfügen alle Akteure über Erfahrungen in der Liga – ein weiteres Plus „im tiefen und sehr starken Kader der Dragons", vor dem Baskets-Headcoach Predrag Krunic viel Respekt hat. Der Oldenburger Trainer sieht die Schlüssel für die Partie in Quakenbrück klar definiert: „Wir müssen stark verteidigen und im Rebound entschlossen sein. Wichtig ist auch, nie die Kontrolle in der Offensive zu verlieren. Hier brauchen wir Geduld", fordert Krunic. Wer bei lauter Weiß, Hitze und gelbem Farbtupfer (in der Oldenburger Fankurve) am Ende auf dem Parkett die Nerven bewahrt, dürfte der Derby-Historie zwei Pluspunkte hinzufügen.

Jade-Weser-Zeitung.de

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