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Stellungnahme des Klinikums Oldenburg

Das Klinikum Oldenburg veröffentlicht eine Stellungnahme zu den Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Meineids gegen Zeugen, die im Prozess gegen den ehemaligen Pfleger Niels Högel ausgesagt haben. Anbei der genau Wortlaut:

"Das Klinikum Oldenburg hat durch die NWZ am gestrigen Tag erfahren, dass im  Nachgang zu Zeugenaussagen gegen fünf (teils ehemalige) Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter des Klinikums Oldenburg von der Staatsanwaltschaft  Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Meineids in vier Fällen und des  Verdachts der falschen uneidlichen Aussage in einem Fall eingeleitet wurden. Die  Falschaussagen sollen im Zusammenhang mit Zeugenvernehmungen im laufenden  Prozess gegen Niels Högel vorgefallen sein. Diese Information wurde inzwischen  von der Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigt.    Laut den hier vorliegenden Erkenntnissen sind zwei dieser Mitarbeiter derzeit noch  im Klinikum Oldenburg beschäftigt.    Der Vorstandsvorsitzende, Herr Dr. Dirk Tenzer, erklärt hierzu: „Das Klinikum  Oldenburg unterstützt seit 2014 vorbehaltslos die Aufklärung um die damaligen  Vorfälle in unserem Hause rund um Niels Högel. So wurde bereits Ende 2014 in  einem durch das Klinikum in Auftrag gegebenes Gutachten festgestellt, dass Niels  Högel vor fast zwanzig Jahren in unserem Haus getötet hat, zu einem Zeitpunkt als  er die Taten noch zwei Jahre vehement leugnen sollte. Die erstellten Gutachten  haben wir der Staatsanwaltschaft neben anderen maßgeblichen Unterlagen aus  der fraglichen Zeit zur Verfügung gestellt, um die Ermittlungen tatkräftig zu  unterstützen und werden dies auch in Zukunft tun. Auch haben wir alle  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehrfach aufgefordert, noch vorhandenes  Wissen preiszugeben und auch dies den Behörden zu melden.“    Als kommunaler Arbeitgeber steht das Klinikum nicht nur zu seiner historischen  Verantwortung, sondern auch zu seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das  Klinikum Oldenburg hat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern daher die  Möglichkeit eingeräumt, sich rechtlich durch einen Zeugenbeistand, insbesondere  im Hinblick auf die Zeugenaussagen vor Gericht beraten zu lassen und wird dies  auch in Zukunft tun. Eine mögliche Falschaussage vor Gericht jedoch torpediert die  Bemühungen des Klinikums Oldenburg um schonungslose, lückenlose Aufklärung  und kann vom Klinikum nicht toleriert werden. Das Klinikum hat daher die  betroffenen Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung bis zum Abschluss des  Ermittlungsverfahrens von ihrer Arbeit im Klinikum freigestellt. Das Klinikum  Oldenburg appelliert hier aber an alle Beteiligten von Presse, Gerichten,  Ermittlungsbehörden, Kolleginnen und Kollegen usw. nicht vorschnell die Zeugen  zu verurteilen. Ob und in welcher Form hier wirklich Falschaussagen vorliegen,  muss von der Staatsanwaltschaft jetzt schnellstens geprüft werden." 

Jade-Weser-Zeitung.de

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