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Stadt erlässt Allgemeinverfügung über das Verbot von Großveranstaltungen

Oldenburg. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat die Stadt Oldenburg eine Allgemeinverfügung erlassen und Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besuchern untersagt. Die Stadt setzt damit eine Weisung des Niedersächsischen Sozialministeriums um. Rechtsgrundlage ist das Infektionsschutzgesetz. Danach ist es untersagt, im gesamten Gebiet der Stadt Oldenburg öffentliche oder private Großveranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 1.000 Personen zu veranstalten. Das gilt sowohl für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen als auch für draußen.


Veranstaltungen, die unter dieser Teilnehmerzahl bleiben, sind damit jedoch keinesfalls automatisch erlaubt. Auch diese werden kritisch geprüft, wichtigstes Kriterium ist dabei der Schutz der Gesundheit. Die Anordnung ist zunächst bis zum 25. März 2020 befristet. Die Stadt gibt die Empfehlung, während dieser Zeit auch Veranstaltungen mit kleineren Gästezahlen nicht stattfinden zu lassen.


Auf der Basis dieser Anordnung hat die Stadt Oldenburg entschieden, weitere eigene Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben. Dazu gehören das für den 19. März geplante Fachkräfte-Forum und die Abschlussveranstaltung von „Oldenburg räumt auf“ am 21. März.


Die Sammelaktion bei „Oldenburg räumt auf“ soll aber wie geplant in Kooperation mit den Bürgervereinen am Samstag, 21. März, stattfinden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) wird wie gewohnt die mehr als 100 Müllsammelstellen anfahren und Unrat abtransportieren. Bei der Abschlussveranstaltung in einer Halle auf dem Gelände des AWB ist dagegen der derzeit gebotene schützende Abstand zwischen Menschen nicht zu gewährleisten.


Das Fachkräfte-Forum ist eine etablierte Netzwerk-Veranstaltung, die vom persönlichen Kontakt und Austausch lebt. Dieses Erfolgsrezept ist angesichts der aktuellen Entwicklungen nun aber in Frage gestellt. Vor dem Hintergrund sich ausbreitender Corona-Fälle haben sich die Kooperationspartner dazu entschlossen, das 5. Fachkräfte-Forum zu verschieben und einen neuen Termin zu suchen.


Auch das Regionalliga-Heimspiel des VfB Oldenburg gegen Werder Bremen II im Marschwegstadion findet am Sonntag, 15. März, nicht statt. Der Norddeutsche Fußball-Verband hat entschieden, den kompletten Spieltag zu verschieben. Die Handballerinnen des VfL Oldenburg sind ebenfalls betroffen: Der Vorstand der Handball Bundesliga Frauen (HBF) hat für das anstehende Wochenende alle Spiele der 1. und 2. Bundesliga abgesagt. Damit fällt auch das für Sonntag angesetzte Heimspiel des VfL Oldenburg gegen die HSG Blomberg-Lippe in der Kleinen EWE-Arena aus.


Die von der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) für Sonntag, 29. März, geplante Veranstaltung „Hallo Fahrrad“ wurde ebenfalls abgesagt. Das gilt nach Mitteilung des City Managements Oldenburg (CMO) auch für den parallel dazu vorgesehenen verkaufsoffenen Sonntag.


Mehr Informationen unter www.oldenburg.de/corona-verfuegungen 

Jade-Weser-Zeitung.de

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