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„Joop“-Wohnkollektion beim Discounter

joopBerlin. Kürzlich war Wolfgang Joop wieder als Gastjuror bei der diesjährigen „Germany’s Next Topmodel“-Staffel zu sehen. Dort nahm der Designer wie gewohnt die Model-Anwärterinnen in Augenschein und coachte ihren Walk. In einem Interview erklärte der Modemacher, dass man heutzutage Gesichter suche, die „unsere doch sehr diffizile Zeit“ beschreiben. „Wenn ich heute ein Mädchen prämieren sollte, dann wäre es zum Beispiel wieder Stefanie Giesinger, die Gewinnerin der neunten Staffel. Sie ist bildhübsch und hat sich toll weiterentwickelt“. Es gebe aber auch Mädchen, für die er sich heutzutage nicht entscheiden würde – Lena Gercke zum Beispiel.

„Jedes Model zu seiner Zeit. Mittlerweile gibt es Transgendermodels, Models mit Sommersprossen oder mit Pigmentstörungen im Gesicht“, so Joop zur Veränderung des Zeitgeschmacks. Auch Heidi Klum hat der 74-Jährige nie als Überfliegerin gesehen. „Heidi weiß ganz klar, dass sie unter den Super-Models gar keine Chance gehabt hätte. Ein Model muss immer etwas Ätherisches haben, etwas Cooles“, so Joop zu „Welt am Sonntag“. Heidi sei zwar nicht „Fashion-Avantgarde“, aber „so diszipliniert und strahlend und gerade und gut gelaunt, dass man zuerst denkt: She is a woman machine.“ Genau das mache den Erfolg des Systems Heidi Klum aus. „Heute ist Heidi in den USA eine Ikone, viel, viel größer, als wir es uns hier vorstellen können.“ Auch Joop geht mit der Zeit: Der „Wunderkind“-Schöpfer, der seine Mode normalerweise für mehrere tausend Euro verkauft, entwirft aktuell eine Wohnkollektion für Aldi! Ein ungewöhnliches Projekt, doch „Wolle“ erklärte der „B.Z.“, dass er auch für seine eigene Marke in den Neunzigern Kollektionen für erreichbare Preise gemacht habe. Und schließlich ist ihm das Sortiment des Discounters nicht unbekannt. „Der typische Aldi-Kunde, das bin auch ich. Ich fahre oft mit meinem Fahrrad zu dem Aldi um die Ecke. Ich kaufe dort gerne frisches Gemüse in der großen Bio-Abteilung.“ Aldi sei ein „starker Partner“, daher gehe auch billig. „Ich alleine könnte keine billigen Produkte herstellen. Das kann ich mir nicht leisten, weil die handwerkliche Arbeit, die es braucht, um gute Produkte zu machen, zu teuer ist“, so Wolfgang.

Jade-Weser-Zeitung.de

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