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Die Weihnachtsflut 1717. - Zeugnisse und Wahrnehmung einer historischen Naturkatastrophe

weihnachtsflutFedderwardersiel. Am Dienstag, 8. August 2017 um 19.30 Uhr hält Prof. Dr. Dietrich Hagen von der Universität Oldenburg einen Vortrag zum Thema „Die Weihnachtsflut 1717 – Zeugnisse und Wahrnehmung einer historischen Naturkatastrophe“. Der Referent wird einerseits die Vorgänge selbst wie andererseits die Reaktion der Menschen darauf zeigen. Dabei wird er von den Erinnerungsmarken und Denkmälern ausgehen, die heute noch existieren und entsprechend noch aufgesucht werden können.

Die Nordsee ist ein Gezeitenmeer, dessen Spiegel ständig steigt und fällt. Seit dem Mittelalter haben sich die Bewohner an ihrer Küste darauf eingestellt, zuerst durch den Rückzug auf Wurten, später durch den Bau von Deichen. Das hat jedoch nicht verhindern können, dass bei außerordentlichen Fluten die Deiche überströmt oder zerstört worden sind.

Am 25. Dezember 1717 verursachte eine der schwersten Fluten der südlichen Nordseeküste große Verluste und Zerstörungen. In der sog. Weihnachtsflut kamen über 10.000 Menschen ums Leben. Die 300. Wiederkehr des Datums bietet Anlass, erneut auf die Wirkungen der Flut zu blicken. Nach grundsätzlichen Informationen zu Flut und Ebbe soll es im Vortrag darum gehen, wie die Betroffenen auf das Ereignis reagiert haben.
Welche Einstellungen haben ihnen erlaubt, die Katastrophe zu verarbeiten und in ihr Leben zu integrieren? Schließlich soll der Frage nachgegangen werden, in welcher Weise diese Flut heute im Bewusstsein der Menschen noch präsent ist.

Prof. Dr. Dietrich Hagen studierte Geographie, Geologie und Kartographie in Berlin, Hamburg und Köln. Seit 1974 lehrt er an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Physische Geographie und Kartographie.

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