DLRG lässt vergangenes Jahr Revue passieren

vorstand_dlrg_butjBurhave. Viel zu berichten hatten die Funktionsträger des DLRG Vorstandes am Samstag während der Jahreshauptversammlung. Als absolutes Highlight bezeichnet der Vorsitzende Reiner Przyklang die Indienststellung eines neuen Einsatzfahrzeuges. Den Nissan Navara hatte die EWE Netz AG an die Wasserretter gespendet. Für rund 25.000 Euro bauten die Wasserretter das Fahrzeug zu einem Einsatzfahrzeug um. Die Planungen der Kur- und Tourismusbetriebe, in Burhave wieder einen bewachten Badestrand zu eröffnen, wurden von der DLRG begleitet. Dafür erstellten die Wasserretter mit hohem zeitlichem Aufwand eine Risikoanalyse für das Strandbad und ermittelten den Materialbedarf für eine Bewachung. Leider wurde das Projekt von der Politik auf Eis gelegt, Przyklang machte aber deutlich das die DLRG Butjadingen als Partner für die Bewachung bei Bedarf bereit stehe.

 

 

 

Eine ganz andere Auseinandersetzung mit dem Gemeinderat hielt die DLRG Kameraden zum Jahresende auf Trab. Da die Stadt die Hallenbadgebühren drastisch erhöhte, konnte die DLRG die Schwimmausbildung finanziell nicht mehr sicherstellen. Nach viel hin- und her, gab es eine Lösung. Diese Lösung ist vor allem dem Einsatz des Ratsherren Frank Riese geschuldet, der immer wieder neue Lösungsansätze einbrachte.

 

 

In den Strandbädern Eckwarderhörne und Tossens gab es keine schweren Zwischenfälle. Dort leisteten die Rettungsschwimmer 4848 Wachstunden. In über 150 Fällen musste erste Hilfe geleistet werden. Die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) wurde 6-mal alarmiert. Bei einem der Einsätze kam für einen Schwimmer im Fedderwarderpriel jede Hilfe zu spät.

 

 

Einen großen Raum nehmen auch die sogenannten geplanten Einsätze ein. Dabei handelt es sich häufig um die Absicherung von Veranstaltungen wie das Neujahrsschwimmen oder die Kutterregatter. Auch überregional wurden die Butjadinger eingesetzt. So unterstützen sie die örtlichen DLRG Gruppen z.B. bei der „Hafenlust“ in Oldenburg oder der „Oldenbora“ in Nethen. Bei der Oldenbora handelt es sich um eine der größten Techno-Partys in Norddeutschland.

 

 

Seit Mitte des vergangen Jahres werden die Einsätze von der Großleitstelle in Oldenburg koordiniert. Nach minimalen Startschwierigkeiten funktioniert dies bisher reibungslos. Um die Kommunikation noch zu verbessern, ist die DLRG Butjadingen als eine der ersten DLRG Gruppen in der Region mit Digitalfunk ausgestattet. Die Geräte sind bereits ausgeliefert und betriebsbereit. Der Einbau in die Fahrzeuge wird in Kürze durchgeführt. Auch Schulungen wurden durchgeführt und sind für die nächsten Wochen geplant. Vermutlich noch in diesem Jahr soll auch auf digitale Funkalarmierung umgestellt werden.

 

 

Sorgen bereitet den Rettungsschwimmern der Zustand des über 30 Jahre alten Motorrettungsbootes „Oldenburg“, das über die Sommermonate im Yachthafen Fedderwardersiel stationiert ist. Der Rumpf des Bootes ist porös und zieht Wasser. Wie lange das Boot noch betrieben werden kann ist unklar. Reiner Przyklang berichtet der Versammlung dass deshalb ein Antrag für ein neues Boot an die Polizeidirektion gestellt wurde. Damit diese ein neues Boot mit 75 Prozent aus Landesmitteln für den Katastrophenschutz bezuschusst. Das geplante Boot der Butjadinger Wasserretter ist aus Aluminium, über 5m lang und soll eine Bugklappe erhalten. Inklusive Motor, Trailer und Ausrüstung rechnet man mit Kosten von 100.000 Euro. Allerdings ist laut Przyklang vor den Jahren 2015/2016 nicht damit zu rechnen.

 

 

Viel Raum nahm während der Jahreshauptversammlung der DLRG Butjadingen der Tagesordnungspunkt „Wahlen“ ein. Turnusgemäß musste der Vorstand neu gewählt werden. Einstimmig wählten die Mitglieder den ersten Vorsitzenden Reiner Przyklang wieder. Auch Manfred Schmidthüsen wurde in seinem Amt als zweiter Vorsitzender einstimmig bestätigt. Beide führen den Verein jetzt seit über 33 Jahren. Eine einstimmige Widerwahl gab es auch für Peter Schmithüsen als Schatzmeister und technischer Leiter. Die Leitung der Öffentlichkeitsarbeit bleibt weiterhin in den Händen von Markus Felske. In Abwesenheit wurde Cord Janßen einstimmig zum Technischen Leiter gewählt. Als Beisitzer wurden Holger Gellert und Gert Lieske bestätigt. Deerk Lübken, ebenfalls bisher als Beisitzer im Vorstand tätig kandidierte aus beruflichen Gründen nicht wieder. Seinen Posten übernimmt Julian Gahr, der auch einstimmig gewählt wurde.

 

 

Für ihre 40 jährige Vereinstreue sollten Hergen Auffarth, Matthias Fischbek, Ilse Hillers und Kurt Knaul geehrt werden. Leider konnte keiner von Ihnen zur Versammlung erscheinen so das die Ehrungen nachgeholt werden. Tobias Felske wurde für seine langjährige und erfolgreiche Arbeit als Jugendwart das Verdienstabzeichen in Bronze verliehen.

 

 

Zu den Gratulanten gehörten neben dem Vertreter des DLRG Bezirkes Oldenburg-Nord, Detlef Frobenius auch die stellvertretene Bürgermeisterin Uta Meiners und der Aufsichtsratsvorsitzende der TSB Jürgen Sprickerhof. Alle lobten die Aktivitäten der DLRG und den engagierten ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitglieder. Sprickerhof betonte wie sehr er sich einen bewachten Badestrand in Burhave gewünscht hätte, zeigte sich aber zuversichtlich das dies in Zukunft noch möglich wird. Bis dahin sei es unverzichtbar das die DLRG in dem Bereich vor Burhave und Fedderwardersiel ein Rettungsboot vorhält. Um dies zu ermöglichen bietet er auch die Hilfe der TSB an.