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Abbau statt Versiegelung

kkuKleinensiel. Das Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz in Niedersachsen hat PreussenElektra, ein Tochterkonzern der E.ON Kernkraft GmbH, die Genehmigung zur endgültigen Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks Unterweser im Landkreis Wesermarsch erteilt: „Es ist besser das Kernkraftwerk abzubauen als es nur zu versiegeln, da wir jetzt noch die Fachkräfte dafür haben“, erklärt der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies und verwies auf Nachhaltigkeit und kommende Generationen.


Nach Berechnungen des Konzerns wird der Rückbau des Kernkraftwerk Unterweser (KKU – auch unter den Namen Kernkraftwerk Esenshamm und Kernkraftwerk Kleinensiel bekannt) mindestens 13 Jahre beanspruchen. Laut Anlagenleiter Gerd Reinstrom werde der voranschreitende Abbau nicht von außen zu sehen sein, da die Arbeiten innerhalb der Betonkuppel stattfinden. Um den Rückbau dennoch transparent zu gestalten, werde versucht die Bürger in der Region durch regelmäßige Veranstaltungen informiert zu halten. „Mit den beiden Rückbauprojekten Stade und Würgassen verfügen wir über die umfassende Kompetenz im Rückbau von Leistungsreaktoren. Das Wissen und die Erfahrung, die wir dabei gesammelt haben, kommen nun zum Einsatz und helfen uns, auch die anstehenden Rückbauprojekte sicher und umweltschonend umzusetzen“, versichert der Vorsitzende der Geschäftsführung der PreussenElektra, Dr. Guido Knott.
Das Kernkraftwerk wurde am 8. März 2011 um 3:33 Uhr als Konsequenz der Nuklearkatastrophe in Fukushima zunächst vorläufig vom Netz genommen. Ende Mai selben Jahres entschied der Bund dann über die endgültige Abschaltung des KKU.
Der Druckwasserreaktor hatte eine elektrische Leistung von 1410 Megawatt und erzeugte von 1978-2011 insgesamt 305 Milliarden Kilowattstunden Strom: Keine andere Einzelblockanlage weltweit hat jemals zuvor so viel Strom erzeugt.

Jade-Weser-Zeitung.de

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