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Spürnaseneinsatz in Wilhelmshaven und Friesland

SprnaseimEinsatzWilhelmshaven/Friesland. Am Montag, 10. September, führten Polizeibeamtinnen und -beamte im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland eine großangelegte Verkehrskontrollaktion durch. Schwerpunkt dieser zeitgleich in Jever, Varel und Wilhelmshaven stattfindenden Kontrollen die Erkennung von Fahrten unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr. Die Einsatzkräfte der Inspektion wurden von der Drogenkontrollgruppe, den Diensthundeführerinnen und -führern aus Oldenburg und vom Hauptzollamt Wilhelmshaven unterstützt, so dass für die Alkohol- und Drogenerkennung im Straßenverkehr 30 Kräfte im Einsatz waren.

"Zur Feststellung einer drogenbedingten Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit bedarf es einer besonderen Beschulung" erklärt Polizeikommissar Marcus Gerdes, Koordinator der heutigen Kontrollaktion.

Daher wurden in den vergangenen Monaten viele Beamtinnen und Beamte in der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland beschult und im Rahmen dieser Ausbildung immer wieder Kontrollen durchgeführt, die häufig tagsüber zur Aufdeckung von Fahrten unter Drogeneinfluss führten.

"Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Dauer der Wirkung durch viele junge Fahrzeugführer unterschätzt wird" erklärt Gerdes. Häufig wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass der Wirkstoff nach wenigen Stunden abgebaut ist. "Der Wirkstoff und die Beeinflussung halten jedoch teilweise über mehrere Tage hinweg an" so Gerdes. "Viele Heranwachsende unterschätzen diesen Umstand zumeist und denken, dass sie nach dem Konsum von Cannabis am Samstagabend bereits am Montag wieder fahren dürfen!"

Vor dieser Fehlinterpretation warnt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland ausdrücklich, so dass diese großangelegte Aktion auch bewusst an einem Montag durchgeführt wurde. "Wir wollen eine erhöhte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und insbesondere bei den Fahrzeugführern erzielen", erläutert Gerdes und betont, dass hier nicht die Sanktionen im Vordergrund stehen: "Im Idealfall können wir in den Gesprächen eine bewusste Gedankens- und Verhaltensänderung erzielen."

Dabei wurden einzelne Kontrollstellen bewusst in den Bereichen der Berufsbildenden Schulen eingerichtet, um insbesondere die Risikogruppe der jungen Fahrzeugführer kontrollieren zu können. Die Einsatzkräfte haben jedes Fahrzeug, das sich der Kontrollstelle näherte unter die Lupe genommen (FOTO)! Bei der Kontrolle wurde dann genau auf erste Anzeichen für den Drogenkonsum geschaut. Falls sich der Verdacht erhärtete, wurde zunächst ein freiwilliger Drogenschnelltest mittels Urin durchgeführt und bei einem positiven Ergebnis die betroffene Person dann zur Dienststelle verbracht, wo durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen wurde.

"Die heutige Kontrolle zeigt, wie wichtig die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei ist", bilanzierte Polizeikommissar Gerdes.

Folgende Ergebnisse:

Insgesamt wurden am heutigen Tage mehrere hindert Pkw und deren Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer kontrolliert.

Bereits nach wenigen Minuten nach Einsatzbeginn stellten die Einsatzkräfte in Wilhelmshaven bei einem 18-jährigen Fahrzeugführer eine Beeinflussung durch THC fest. Ebenso wurde dieses auch bei einem 31-jährigen festgestellt, der gegenüber den Beamten einräumte, dass er am Wochenende mehrere "Joints" geraucht habe. Bei einem 17-jährigen Rollerfahrer reagierte der Urinschnelltest auf Kokain. Besonders ist hier, dass der 17-Jährige sich noch in der Probezeit befindet.

Ein 53-jähriger Fahrer eines Daimler und ein 18-jähriger Fahrer eines VW verweigerten einen Urinschnelltest vor Ort, obwohl erste Anzeichen für den Konsum von Betäubungsmitteln festgestellt worden waren. Die Beamten führten ihre Maßnahmen jedoch konsequent zu Ende, sodass auf der Dienststelle ebenfalls eine Blutprobe entnommen wurde. Auf den 18-Jährigen kommt zudem noch ein weiteres Ordnungswidrigkeitenverfahren hinzu, da dieser ein verbotenes Messer im Pkw mitführte.

Auch in Varel und Jever kontrollierten die Beamten zahlreiche Fahrzeugführer. In Jever wurde bei einem 20-Jährigen festgestellt, dass dieser seinen Pkw unter dem Einfluss von THC führte. Weiterhin kontrollierten die Beamten einen 17-jährigen Wangerländer, der einen Roller führte, obwohl er nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Auch hier leiteten die Beamten ein Verfahren ein. Ähnliches stellten die Vareler Beamten fest. Hier führte ein 47-Jähriger einen Sprinter seiner Firma, obwohl er seit 1995 nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Gegen ihn und den Inhaber der Firma wurden Strafverfahren eingeleitet.

Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland weist daraufhin, dass bei jedem Verstoß neben der Ordnungswidrigkeitenanzeige, die 500 Euro zur Folge hat, auf die Verantwortlichen weitere Kosten für den Transport und die Blutentnahme hinzukommen.

"Jeder einzelne Verstoß stellt die Fahrtauglichkeit und Geeignetheit ein Fahrzeug zu führen in Frage", so Gerdes.

Bei jedem festgestellten und nachgewiesenen Konsum von Betäubungsmitteln wird außerdem ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Ein Prozedere, das für die Fahrzeugführer äußerst kostspielig wird - von den damit verbundenen Gefahren für den Straßenverkehr mal ganz abgesehen!

Jade-Weser-Zeitung.de

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