Aufräumarbeiten nach Sturmtief „Poly“. (Foto: Sascha Stüber)

Oldenburg. 118 Einsätze der Feuerwehr allein in Oldenburg: Sturmtief „Poly“, das am Mittwoch, 5. Juli, auch über unsere Stadt hinwegfegte, hielt die 140 Kräfte der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehren sowie das Team Stadtgrünpflege ganz schön auf Trab. Durch die schweren Sturm- und Orkanböen wurden einige Schäden verursacht, dabei mussten überwiegend umgestürzte Bäume beseitigt werden. „Sturmtief ‚Poly‘ hat heftig in unserer Region gewütet. Ich danke allen Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei sowie den Kolleginnen und Kollegen der Stadtgrünpflege für ihren unermüdlichen Einsatz“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Besondere Vorsicht in bewaldeten Gebieten

Die Stadtverwaltung rät eindringlich dazu, in den nächsten Tagen bewaldete Gebiete sowie Grün- und Parkanlagen zu meiden. „Auch wenn der Sturm überstanden ist und die Sonne wieder scheint – die Gefahr durch angebrochene Äste bleibt weiterhin bestehen, die herabfallen und jemanden ernsthaft verletzen könnten“, warnt Uwe Ahlers, Fachdienstleiter Stadtgrünpflege und Friedhöfe. „Deshalb lautet unser eindringlicher Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Meiden Sie in den nächsten Tagen Waldbestände im Stadtgebiet. Wenn es sich nicht vermeiden lässt: Seien Sie unbedingt wachsam und halten Sie Augen und Ohren offen.“ Wie schnell ein Unglück passieren kann, hat ein Mitarbeiter von Uwe Ahlers gestern am eigenen Leib erfahren: Bei den ersten Aufräumarbeiten wurde er von herabfallenden Ästen getroffen und befindet sich noch immer zur Behandlung im Krankenhaus. Die Kolleginnen und Kollegen der Stadtgrünpflege werden noch in den kommenden Wochen mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sein.

Wo kam es überall zu Einsätzen?

Die Einsatzschwerpunkte lagen im Stadtsüden im Bereich Kreyenbrück/Bümmerstede/Krusenbusch sowie im Stadtwesten im Raum Bloherfelde/Eversten. Unter anderem fielen am Schramperweg und am Fliehweg Bäume auf Autos, an der Straße Achtermöhlen stürzte ein Baum auf ein Haus.

Welche Einsatzkräfte waren beteiligt?

Im Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr auch die Freiwillige Feuerwehr mit den Einheiten Stadtmitte, Eversten, Haarentor, Osternburg, Ohmstede und Ofenerdiek. Unterstützt wurde die Feuerwehr auch von Mitarbeitenden des Fachdienstes Stadtgrünpflege. Zur Koordinierung der Einsätze wurde eine Führungsstelle in der Feuer- und Rettungswache 1 an der Ibo-Koch-Straße eingerichtet.

Gab es weitere Auswirkungen des Sturms?

Die Stadt hatte an diesem Tag vorsorglich den Unterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in ihrer Trägerschaft schon um 10 Uhr enden lassen, bevor „Poly“ seine Kraft entfalten konnte. Aus Vorsichtsgründen blieb am Nachmittag auch der Abenteuerspielplatz in Eversten geschlossen, außerdem wurde die „School’s out-Party“ beim Kulturzentrum Rennplatz abgesagt.

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