Varel. Am 9. Oktober 2025 wurde eine 79-jährige Frau in Varel Opfer eines dreisten Betrugsversuchs, bei dem sie einen hohen Schaden erlitt. Die Täter nutzten eine gängige Masche, um die Seniorin über Stunden hinweg zu manipulieren.
Der Betrug begann mit einem Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters, der der Geschädigten mitteilte, sie sei im Besitz von falschen Banknoten. Im Laufe des Gesprächs schaltete sich ein weiterer Anrufer hinzu, der sich als Polizeibeamter ausgab.
Nach einem mehrstündigen Telefonat gelang es den Tätern, die Frau davon zu überzeugen, dass ihre Wertsachen in Gefahr seien und „gesichert“ werden müssten. Schließlich wurde die Abholung von Geld und Schmuck an der Wohnanschrift der 79-Jährigen vereinbart.
💰 Unbekannte Person holt Wertsachen ab
Eine unbekannte Person erschien daraufhin an der Adresse der Frau und nahm die Wertsachen entgegen. Als die zugesagte Rückgabe der „gesicherten“ Gegenstände ausblieb, verständigte die Geschädigte die Polizei Varel. Die Beamten haben umgehend die Ermittlungen aufgenommen.
🚨 Wichtige Warnung der Polizei
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor dieser Betrugsmasche (häufig als „falscher Polizist“ oder „Schockanruf“ bekannt):
- Keine Abholung: Weder die Polizei noch Bankmitarbeiter werden Sie jemals auffordern, Geld oder Wertsachen an der Haustür an Unbekannte zu übergeben.
- Keine Anrufe zur Kontosicherheit: Die Polizei fragt niemals am Telefon nach Kontodaten oder PIN-Nummern.
- Im Zweifel auflegen: Bei verdächtigen Anrufen legen Sie sofort auf und rufen Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle unter der offiziellen Rufnummer (nicht die Rückruffunktion des Telefons nutzen!) oder den Notruf 110 an.
Haben Sie oder jemand in Ihrer Nähe verdächtige Beobachtungen gemacht, die mit der Abholung in Varel in Verbindung stehen könnten? Bitte melden Sie sich bei der Polizei Varel.
UPDATE: Die Abholung von Geld und Schmuck wurde gegen 14:25 Uhr durchgeführt. Der
Abholort befand sich in der Raiffeisenstraße. Es besteht die Möglichkeit, dass
dort Videoaufzeichnungen vorliegen, die zur Aufklärung beitragen könnten. Der
verwendete Fahrzeugtyp wird als mutmaßlich silberner Kleinwagen beschrieben;
weitere Fahrzeugmerkmale sind derzeit nicht bekannt.