Brake/Oldenburg. Am Montag, dem 13. Oktober 2025, beginnt vor dem Landgericht Oldenburg ein umfangreicher Prozess gegen sechs Männer wegen des Verdachts des bandenmäßigen, bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Der spektakuläre Fall dreht sich um den Versuch, eine riesige Menge Kokain aus einem Massengutfrachter im Hafen von Brake zu bergen.

🚢 184 Kilogramm Kokain im Seekasten versteckt

Laut Anklage sollen unbekannt gebliebene Täter in Brasilien 184,37 Kilogramm Kokain in einem unter Wasser liegenden Seekasten eines Massengutfrachters deponiert haben, um die Drogen unentdeckt nach Europa zu schmuggeln.

Den sechs Angeklagten wird zur Last gelegt, im März 2025 versucht zu haben, dieses Kokain nach Ankunft des Frachters im Hafen von Brake zu bergen, um es anschließend gewinnbringend weiterzuverkaufen.

👥 Die Rollen der Angeklagten

Die Anklage unterteilt die Rollen der sechs Männer, die sich alle in Untersuchungshaft befinden, wie folgt:

  • Drei Taucher (39, 41 und 53 Jahre alt): Sie sollen sich als Taucher bemüht haben, das Kokain aus dem Seekasten des Schiffes zu holen.
  • Drei Unterstützer (65, 38 und 39 Jahre alt): Sie sollen logistische Unterstützung für die Bergungsaktion geleistet haben.

Erschwerend kommt hinzu, dass drei der Angeklagten während der Tatausführung im Besitz von scharfen Tauchermessern gewesen sein sollen, weshalb der Vorwurf des bewaffneten Handeltreibens erhoben wird. Die Bergung des Kokains scheiterte jedoch aufgrund eines Zugriffs der Polizei.